Schlagstockattacke in einer Stadtbahn in Hannover


Mit einem Teleskopschlagstock und einem Schlagring haben militante Rassisten am Freitag in einer Stadtbahn zwei Schwarze bedroht. Die drei Männer im Alter zwischen 28 und 33 Jahren waren gegen 22.50 Uhr in Begleitung einer Frau am Kröpcke in die Linie 5 Richtung Stöcken gestiegen.
Zunächst pöbelten sie die beiden Mitreisenden an. Es entwickelte sich ein heftiger Streit, in dessen Verlauf einer der Männer einem Angreifer einen Kopfstoß versetzte. Daraufhin zog das Trio die Waffen hervor und jagte die beiden Opfer durch die Bahn.

„Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen hat sich keiner der Fahrgäste eingemischt“, sagte Polizeisprecherin Petra Holzhausen. Lediglich die Begleiterin der Angreifer habe vergeblich versucht, die Männer zurückzuhalten. „Unser Fahrer hat von der Sache nichts mitbekommen, sonst hätte er unseren Sicherheitsdienst verständigt“, teilte Üstra-Sprecher Udo Iwannek mit.

Mit ihren Gürteln konnten die beiden Männer das Trio auf Distanz halten. Am Steintor sprangen sie aus der Bahn und flüchteten. Auch die Rechtsextremen verließen die Linie 5, brüllten rassistische Parolen und zeigten mit erhobenem Arm den sogenannten Hitlergruß. Die Polizei, die von Zeugen alarmiert worden war, nahm zwei der Täter in der Nähe der Haltestelle fest. Der dritte Mann konnte entkommen, ist aber namentlich bekannt.
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