Düsseldorf: GEDULDET – UNGEDULDET – ANERKANNT FLÜCHTLINGSSITUATION IN DEUTSCHLAND, 08.09


Offiziell heißt es: Menschen, die aus begründeter Furcht vor Verfolgung oder wegen einer Gefahr für Leib und Leben fliehen, sollen Schutz erhalten. Doch wenn sie in Deutschland sind, sieht die Realität für viele anders aus: extrem eingeschränkte Lebensbedingungen, das Ausgeliefertsein an ein undurchsichtiges aufenthaltsrechtliches Verfahren, die ständige Angst vor Haft und Abschiebung sind Stichworte für ein Leben im Schatten der Gesellschaft.

Nur wenige erreichen eine Anerkennung ihrer Fluchtgründe und damit eine Zu-kunftsperspektive. Viele werden geduldet oder fliehen weiter in die Illegalität. Die Bleibe-rechtsregelungen von 2006/07, die den langjährigen – zum Teil seit Jahrzehnten – „Gedul-deten“ eine Aufenthaltserlaubnis und ein Ankommen in dieser Gesellschaft ermöglichen sollten, haben überwiegend – wenn überhaupt! – nur einen Aufenthalt „auf Probe“ ge-bracht. Den meisten dieser etwa 30.000 „Probanden“ droht zum 31.12.09 eine Schleife zurück in die Duldung oder Abschiebung. Begonnen haben bereits die Abschiebungen von Roma in den Kosovo.
Die Veranstaltung gibt einen Einblick in die aktuellen Lebenswirklichkeiten von Flüchtlin-gen in Deutschland und die Gelegenheit, etwas über gesetzliche Veränderungen und brennende Probleme zu erfahren.
Eintritt: frei
Veranstalter: Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen & dem Referat für Politische Bildung des AStA der FH D
September
08.09.09 Dienstag
19.00 Uhr
Raum 4
Karawane Infoabend
GEDULDET – UNGEDULDET – ANERKANNT FLÜCHTLINGSSITUATION IN DEUTSCHLAND
Referentin: Barbara Eßer (Flüchtlingsrat NRW e.V.)
Text: Veranstalter
http://www.zakk.de/programm?detail=7341

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