WZ:In der Mitte angekommen

wz / jürgen Dehniger Die Kamerunerin Josette Hentsch führt eine Zahnarztpraxis in

Düsseldorf. Die Straße im Unterbacher Wohngebiet könnte kaum idyllischer sein. Die Vögel zwitschern, die Vorgärten sind sauber, hier kennt jeder seinen Nachbarn mit Namen. Mittendrin: Die Praxis von Josette Hentsch (40), Zahnärztin, gebürtige Kamerunerin, schwarz.

Seit 19 Jahren lebt sie in Deutschland und fühlt sich voll in die Gesellschaft integriert. Hier hat sie geheiratet und eine Familie gegründet, die Praxis hat sie mit Hilfe eines Bankkredits vor zwei Jahren übernommen. „Ein gutes Medizinstudium wäre in dieser Form in meinem Heimatland leider nicht möglich gewesen“, sagt die fröhliche Frau, die eigentlich permanent lächelt. Aber leicht war es für sie nicht immer, die Vorurteile gegenüber Schwarzen seien immer noch enorm. „Leider denken viele, dass alle Afrikaner am Bahnhof mit Drogen handeln.“ Sie selbst ist das beste Beispiel dafür, dass das nicht stimmt.

Und genau das möchte sie in der afrikanischen Gemeinschaft in Düsseldorf mitteilen: dass es jeder, unabhängig von seiner Herkunft, durch Bildung zu etwas bringen kann. Deshalb hat sie mit mehreren anderen Afrikanern vor drei Jahren den Düsseldorfer Verein Afro-Horizont gegründet. Mehr in der WZ. Autorin: Corinna Wolber.2.9. Link: http://www.wz-newsline.de/?redid=620276

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