Mit Schulbeginn in NRW zusätzliche Sprachförderung für über 40.000 Kinder


Für über 40.000 Kinder in Nordrhein-Westfalen, das sind  24 Prozent des Einschulungsjahrgang, beginnt heute die zusätzliche Sprachförderung. In diesem Jahr werden erstmals Kinder eingeschult, die vor zwei Jahren am ersten Durchgang eines landesweiten Sprachstandtests „Delfin 4“ teilgenommen hatten.

Alle Kinder wurden zwei Jahre vor der Einschulung daraufhin überprüft, ob ihre Sprachentwicklung altersgemäß ist und ob sie die deutsche Sprache hinreichend beherrschen, um dem Unterricht von Anfang an zu folgen. Die Sprachstandsfeststellung ist ein wesentliches Element der Zusammenarbeit von Kindertageseinrichtungen und Grundschulen.

Dies ist das vorläufige Ergebnis des landesweiten Sprachtests „Delfin 4“, an dem im Frühjahr 2009 fast 170.000 Kinder im Alter von 4 Jahren teilgenommen haben und das inzwischen weitgehend abgeschlossen ist. Wegen des vorgezogenen Einschulungstermins im Schuljahr 2011/12 wurden in diesem Jahr 8.000 Kinder mehr getestet als im vergangenen Jahr. Der Einschulungsjahrgang umfasst 13 Monate, er schließt die im September 2005 geborenen Kinder mit ein. Der Anteil der Kinder mit zusätzlichem Sprachförderbedarf liegt in diesem Jahr bei 24 Prozent. Im Vorjahr waren es 22,7 Prozent.

Schulministerin Barbara Sommer: „Wir sorgen dafür, dass alle Kinder die gleichen Bildungschancen erhalten. Die Beherrschung der deutschen Sprache ist dafür eine wichtige Voraussetzung. Sie ist der Schlüssel für einen erfolgreichen Schulstart. Der Sprachtest leistet dazu einen entscheidenden Beitrag. Seine Ergebnisse sind die Grundlage für eine gezielte Frühförderung.“

Sprachstandsfeststellung vor der Einschulung

Der landesweite Sprachtest „Delfin 4“ wurde dieses Jahr bereits zum dritten Mal durchgeführt. In dem zweistufigen von der Universität Dortmund entwickelten Testverfahren werden alle Kinder zwei Jahre vor der Einschulung daraufhin überprüft, ob ihre Sprachentwicklung altersgemäß ist und ob sie die deutsche Sprache hinreichend beherrschen, um dem Unterricht von Anfang an zu folgen. Die Sprachstandsfeststellung ist ein wesentliches Element der Zusammenarbeit von Kindertageseinrichtungen und Grundschulen in Nordrhein-Westfalen.

Im Kindergartenjahr 2009/2010 erhalten nun insgesamt rund 77.000 Kinder nach dem Kinderbildungsgesetz in den Kindertageseinrichtungen und Familienzentren eine qualifizierte, zusätzliche Sprachförderung. Die Landesregierung stellt dafür 340 Euro pro Kind und Jahr bereit – insgesamt 27,5 Millionen Euro in diesem Jahr.

Kinder- und Jugendminister Armin Laschet:

„Sprachförderung ist eine Regelaufgabe in den Kindertageseinrichtungen im Land. Die zusätzliche Sprachförderung erhalten Kinder mit besonderem Bedarf. Wir sorgen dafür, dass jedes Kind, das eingeschult wird, die deutsche Sprache ausreichend beherrscht. Unser Ziel sind gleiche Chancen von Anfang an. Die zusätzliche Sprachförderung in den Kindertageseinrichtungen und Familienzentren ist eine Investition in die Zukunft unserer Kinder.“

Die Erzieherinnen und Erzieher sind für die Sprachförderung besonders aus- und fortgebildet worden. Darüber hinaus steht ihnen in den Kindertagesstätten eine umfangreiche Handreichung mit Förderempfehlungen zur Verfügung. Sie wurde ebenfalls von der Universität Dortmund entwickelt und knüpft nahtlos an das Testverfahren „Delfin 4“ an.

Den Eltern von Kindern, bei denen zusätzlicher Sprachförderbedarf festgestellt wurde und die bis jetzt noch keinen Kindergarten besuchen, wird geraten, ihr Kind in einer Tageseinrichtung für Kinder anzumelden.

Nordrhein-Westfalen ist mit dem Sprachtest Delfin 4 bundesweit Vorreiter. Im Frühjahr 2009 wurde der Test von Sachsen-Anhalt übernommen.

In diesem Jahr werden erstmals Kinder eingeschult, die vor zwei Jahren am ersten Durchgang von Delfin 4 teilgenommen hatten

Quelle: Presseinformation des Ministeriums für Schule und Weiterbildung und des Ministeriums für Generationen, Familie, Frauen und Integration vom 18. August 2009

Vorläufige Ergebnisse der Sprachstandsfeststellung 2009 Das Ministerium für Schule und Weiterbildung und das Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration teilen mit:

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