Einladung zu Lesung und Konzert: Mit der Konferenz Multiculturalism and Beyond. Identity Politics, Cultural Difference, and Hybridity vom 22. bis 25. Juli beendet die Forschungsgruppe E Pluribus Unum? unter Leitung von Sebastian Thies (Bielefeld), Josef Raab (Duisburg-Essen) und Olaf Kaltmeier (Bielefeld) ihre Arbeit am Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF) der Universität Bielefeld. Sie beschäftigt sich mit ethnischen Identitäten in den transnationalen Integrationsprozessen in den Amerikas.

Barack Obama und Evo Morales stehen exemplarisch für die identitätspolitischen Veränderungsprozesse in den Amerikas. In den USA ist 2008 ein Afro-Amerikaner zum Präsidenten gewählt worden, während in Bolivien 2006 erstmalig ein indianischer Präsident das Regierungsamt antrat. In der wissenschaftlichen Debatte ist die Diskussion dieses tiefgreifenden Wandels scharf polarisiert: Während einige bereits von Post-Ethnizität sprechen, streichen andere gerade die Ethnisierung des Politischen heraus. Wieder andere heben die Bedeutung von Hybridisierungsprozessen hervor. Kein Zweifel besteht jedoch darüber, dass die bestehenden multikulturellen Strukturen der Interessenvermittlung ebenso überdacht werden müssen wie die literarische, mediale, filmische und musikalische (Selbst-)Darstellung von ethnischen Gruppen.

Auf Grund der historischen Tiefenstrukturen, die von Kolonialismus, Sklaverei und Rassismus geprägt sind, kommt den aktuellen Veränderungen eine umso größere Bedeutung zu. Ethnizität ist eben nicht im Sinne eines postmodernen Lifestyles frei wählbar, sondern stellt noch immer ein soziales Strukturprinzip dar, über das Inklusion in die Gesellschaft reguliert wird.

Im Rahmen der Konferenz wird die Internationale Vereinigung für interAmerikanische Studien (IAS) gegründet, womit sich die Universität Bielefeld als international sichtbare Referenz für hemisphärische Amerika-Studien etabliert.

Besonders einladen möchten die Organisatoren zu zwei öffentlichen Veranstaltungen, die im Rahmenprogramm der Tagung stattfinden:

Am Mittwoch, dem 22. Juli, liest die renommierte US-amerikanische Autorin Ana Castillo aus ihren Werken. Die Lesung in englischer Sprache beginnt um 20.00 Uhr im Plenarsaal des ZiF. Die in New Mexico (USA) lebende Autorin von Romanen, Kurzgeschichten, Aufsätzen, Dramen und Lyrikbänden lässt in ihren Werken Außenseiter zu Wort kommen – insbesondere Frauen und die mexikanischstämmige Bevölkerung der USA. Außergewöhnliche Figuren und Ereignisse kennzeichnen ihre von Spiritualität, Sozialkritik, Leiden und Liebe durchzogenen Werke. Castillo wurde unter anderem mit dem „American Book Award“ ausgezeichnet.

Am Donnerstag, dem 23. Juli, tritt die Band ‚Bandaculaa‘ mit der Sängerin Simone Lechthoff-Pimentel im Westend (Universitätshauptgebäude) auf. Konzertbeginn ist 20.30 Uhr.

Der Eintritt ist jeweils frei.
Die Arbeitssprachen der Tagung sind Englisch und Spanisch.

Tagungszeiten:
22. Juli, 10.00 – 18.00 Uhr
23. Juli, 9.00 – 19.00 Uhr
24. Juli, 9.00 – 19.30 Uhr
25. Juli, 9.00 – 14.00 Uhr

Weitere Informationen zur Arbeitsgemeinschaft:

Bei inhaltliche Fragen:
Astrid Haas und Daniela Opitz, Universität Bielefeld
wissenschaftlichen Assistentinnen der Forschungsgruppe
Tel.: 0521 / 106-2787
E-Mail: astrid.haas@uni-bielefeld.de; daniela.opitz@uni-bielefeld.de

Organisation:
Trixi Valentin, Universität Bielefeld
Zentrum für interdisziplinäre Forschung, Tagungsbüro
Tel.: 0521 / 106-2769
Fax: 0521 / 106-6024
E-Mail: Trixi.Valentin@uni-bielefeld.de

Quelle: Veranstalterhinweis

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