Apartheid Clubs in St. Gallen – Betroffene gesucht


St.Gallen in der Schweiz gilt als das Mekka der deutschprachigen Management Education, mit hervorragenden Universitäten und Business Schools. Und eines der Mantras der Consulting Szene lautet bekanntlich “work hard & play hard”, also schön mal richtig abzufeiern. Macht den Kopf frei. Allerdings nicht in St. Gallen. Zumindest nicht, und den entsprechenden Hinweis sucht man im Kleingedruckten des Business Schools Prospekts vergebens, wenn man / frau schwarz ist. Und das scheint in St. Gallen ein offenes Geheimnis zu sein:

“Wir lassen grundsätzlich keine Albaner, Jugoslawen oder Schwarze in unseren Laden”, sagte Maarouf Itani, Besitzer des O-Five-Pub, am Montag auf FM1. Und wies freundlicherweise auch gleich darauf hin, dass andere Clubs in St. Gallen ähnlich vorgehen. Bestätigen konnten das zwei Arbeitskollegen, der Eine weiss, der Andere schwarz, die in das Cafe Restaurant Seeger, Inhaber Mario Tomasini, gehen wollte und berichteten: “Sie liessen uns nicht rein. Ein Kellner sagte uns, dass keine Schwarzen in den Club dürfen.” Die Türsteher: „Wir haben unsere Regeln. Wir haben die nicht gemacht.“

Betroffene haben nun eine Facebook-Gruppe namens “Whites only irritiert” gegründet und rufen zum Boykott der St. Gallener Apartheid Clubs auf. Andere Opfer werden gebeten, ähnliche Fälle zu melden. “Gegen Rassismus können wir etwas tun: Ihn offen aufdecken und uns solidarisch zeigen mit den Opfern. Ein Boykott dieser Lokalitäten durch mich und Serge wird Herrn Tomasini wenig beeindrucken… Ich hoffe, auch dem/der einen oder andern von euch und/oder euren Freunden wird es in Zukunft leicht fallen, diese Lokalitäten zu meiden.”

Links
Facebook-Gruppe “Whites only irritiert”
Johnny B., Moderator der Gruppe
Mail: whites-only@gmx.ch

Presse

http://www.20min.ch/news/stgallen/story/Tuersteher-verletzt-Gast–Besitzer-aeussert-sich-rassistisch-23226261

http://www.kleinreport.ch/meld.phtml?id=50263

http://stadt24.ch/page/27886/25

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1 Comment

  1. Julia aus der Schweiz hat sich nun an die schweizer Presse, d.h. die NZZ und das St. Galler Tagblatt gewandt:

    ich habe mich jetzt erst mal an die Presse gewandt…ich will mal hören was unser italienischer Bruder öffentlich dazu zu sagen hat. Dann sehen wir weiter….

    Hier der offene Brief

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    mit Erstaunen habe ich die Nachrichten über den Betreiber der St. Galler Clubs: Seeger, Commercio, Maximilian und Felix in unterschiedlichen Medien verfolgt.
    Gibt es eigentlich eine Stellungnahme von Herrn Mario Tomasini bezüglich dieser Vorwürfe in seinen Clubs würde ein rassistische Türpolitik betrieben und Menschen dunkler Hautfarbe seien in seinen Lokalitäten nicht erwünscht?

    Ich finde dieses Thema ist eigentlich ein interessantes, brisantes Thema, gerade da die Schweiz ja ökonomisch sehr von ihrem liberalen Ruf profitiert.
    Ich würde mich freuen, wenn einmal professionell dieses Thema, welches momentan auch durch ähnliche Vorfälle mit physischen Übergriffen seitens St. Galler Clubpersonal in aller Munde ist, von Ihnen aufgeriffen würde.

    Ein öffentliches klares Statement zu den Vorwürfen wäre denke ich in allgemeinem Interesse.

    Ich freue mich auf Ihre Rückantwort und erwarte gespannt Ihr weiteres Vorgehen

    Mit freundlichem Gruss

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