Buchtip: Maria Höhn’s Buch über GIs im Nachkriegsdeutschland


Ein Buchtip von AVIVA: Hinter dem etwas verstörenden Titel des Buches verbirgt sich eine wissenschaftliche Arbeit und eine Sammlung wertvoller historischer Dokumente der Nachkriegsgeschichte. Maria Höhn hat dabei ein Geschichts- und Nachschlagewerk geschaffen, das für die (afro-)deutsche Geschichte unverzichtbar ist!

1952 erklärte der deutsche Bundestag auf Drängen vieler CDU-Abgeordneter einige Landkreise in Rheinland-Pfalz zum “sittlichen Notstandsgebiet”. Viele Bundestagsabgeordnete zeigten sich angesichts des moralischen Verfalls in diesen Krisenregionen regelrecht bedroht. Doch von wem und was ging diese Bedrohung aus? – Kommunismus? Stalinismus? […] Es waren die (un-ehelichen) Beziehungen zwischen deutschen jungen Frauen und schwarzen US-Soldaten sowie die afro-deutschen Kinder, die aus diesen Beziehungen hervorgingen, welche die gesamte Bundesrepublik in helle Aufruhr versetzte. Gesetzes-Entwürfe und Fürsorge-Programme, die in dieser Zeit eingebracht und umgesetzt wurden, zeugten von einer politischen wie geistigen Haltung, die zutiefst erschütternd war und auch heute noch den Umgang mit schwarzen Deutschen bestimmen. Zum Beitrag von N. Wenger / AVIVA.

Maria Höhn
Amis, Cadillacs und “N…liebchen” – GIs im Nachkriegsdeutschland
Aus dem Amerikanischen von Karolina May-Chu
Verlag für Berlin-Brandenburg, Oktober 2008
Hardcover 396 Seiten
ISBN: 978-3-86650-264-2
24,95 Euro

Zur Person

Dr. Maria Höhn ist Historikerin und Associate Professor of History am Vassar College in Poughkeepsie/New York.

Pressestimmen

Anke Herbert: “Schwarze Panther” und die “Fräuleins”. Wie die Rheinland-Pfälzerin Maria Höhn als US-Professorin die gemeinsame Nachkriegsgeschichte aufarbeitet, in: Die Rheinpfalz

Theo Schneider über Maria Höhn: Besprochen im SWR2 Journal am Mittag. Das Magazin für Kultur und Gesellschaft, 21.10.2008

Advertisements