Podcast: Köln galt als Kolonialmetropole des Westens


Köln galt als Kolonialmetropole des Westens. In der Stadt – die einst selbst “Colonia” des römischen Reiches war – wurden vor mehr als 100 Jahren Menschen aus entfernten Ländern in Völkerschauen gezeigt, kam es 1888 zur Gründung des Afrika-Vereines deutscher Katholiken und fristeten afrikanische Kriegsgefangene des 1. Weltkriegs ihr Dasein. Schulkinder entschuldigten das Fehlen ihrer Hausaufgaben mit dem Satz „Wir haben in der Promenade Singhalesen gespielt“. Straßennamen wie Togo-Straße und Namibia-Straße zeugen noch heute von dem kolonialen Gedanken. WDR5 / Scala zeichnet ein Bild dieser Zeit voller Vorurteile und fragt nach den Auswirkungen auf unsere heutigen Vorstellungen vom Anderen, u.a. bei Theodor Wonja Michael, geb. 1925 als eines Kameruner Kolonialmigranten und dessen deutscher Ehefrau. Anlass ist die Ausstellung „Köln postkolonial“ im Kölner Stadtmuseum.

Wenn es interessiert, der Beitrag findet sich unter: Podcast: Köln als Kolonialmetropole bzw. als Manuskript Dokumentation (PDF) (Autor/in: Berit Hempel Redaktion: Verena Lutz, WDR 5 Scale, 24.11.2008)

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