Ausstellung Köln Postkolonial – “Erinnerungsarbeit” zum Thema Kolonialismus ab 22.11.


Köln (ddp-nrw). Den Auswirkungen der Kolonialzeit in Köln geht eine Ausstellung im Kölnischen Stadtmuseum vom 22. November bis 21. Februar 2009 nach. Es handelt sich um ein Projekt des Kölner Vereins «KopfWelten – gegen Rassismus und Intoleranz e.V.» und Studenten der Afrikanistik der Kölner Universität in Kooperation mit dem Stadtmuseum. In der Schau informieren zahlreiche bebilderte Tafeln, Objekte aus der Kölner Kolonialgeschichte sowie Film- und Tonaufnahmen über ein weitgehend unbekanntes Stück Stadtgeschichte.

Die Initiatoren ergründen unter anderem, wie das Kölner Afrika-Viertel und der Taku-Platz zu ihrem Namen kamen und präsentieren Recherchen, wonach zahlreiche Kölner Familien und Unternehmen an kolonialen Ausbeutungsprojekt des Deutschen Reichs beteiligt waren.

Ob und in welchem Umfang die Ausstellung schwarzer und afrikanischer Geschichte einen Raum gibt (z.B. afrikanischen Kolonialimmigranten in Köln, afrikanische Kriegsgefangene, dem Sterilisationsbefehl gegen Schwarze Deutsche, etc.), bleibt noch durch einen Besuch der Ausstellung zu klären (Update folgt).

Rahmenprogramm zur Ausstellung jeweils Mittwoch, 19 Uhr im Kölnischen Stadtmuseum

26.11. Marianne Bechhaus-Gerst (Köln) – Köln und die Kolonien – ein vergessenes Kapitel der Stadtgeschichte

3.12. Karsten Linne (Hamburg) – Afrika unter dem Hakenkreuz? – NS-Kolonialplanungen für ein afrikanisches Imperium

10.12. Joachim Zeller (Berlin) – Die Leiche im Keller – Berlin als Kolonialmetropole

7.1. Filmabend: Recolonize Cologne (43 min.) von kanak tv mit anschließender Diskussion mit
dem Filmemacher Venant Adoville Saague (Köln)

14.1. Mechthild Leutner (Berlin) – Takustraße (Takuplatz, Takufeld), Iltisstraße, Lansstraße: Bausteine einer kolonialen Erinnerungskultur
Yonas Endrias (Berlin) – Straßennamen als urbaner Gedächtnisraum mit anschließender Podiumsdiskussion zum Thema „Koloniale Straßennamen – wie gehen wir mit diesem Erbe um?“

21.1. Heiko Möhle (Hamburg) – „Heimathafen der deutschen Kolonial- Schiffahrt“ – Hamburgs unbewältigte Kolonialgeschichte

28.1. Anne-Kathrin Horstmann (Köln) – „…mit den Köpfen der weißen Rasse, aber mit den Armen der Eingeborenen“ – Die Kölner Handelshochschule und der Kolonialismus

4.2. Ute Röschenthaler (Frankfurt) – Kakao am Kamerunberg: Der Kölner Kaufmann Max Esser und die Folgen seines Pioniergeists

11.2. Hildegard Brog (Köln) – Zwischen Exotismus und Rassismus – Kolonialismus und Kölner Karneval

Das Kölnische Stadtmuseum ist dienstags von 10.00 bis 20.00 Uhr sowie mittwochs bis sonntags von 10.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Jeden Sonntag um 12 Uhr bietet das Kölnische Stadtmuseum öffentliche Führungen durch die Ausstellung an.

Kölnisches Stadtmuseum

Zeughausstr. 1
50667 Köln

Standort im Stadtplan

Telefon: 0221 / 221 257 89
Fax: 0221 / 221 241 54

Öffnungszeiten
Mi. – So. 10 bis 17 Uhr;
Di. 10 bis 20 Uhr

Eintrittspreise
Ständige Sammlung 4,20 Euro, ermäßigt 2,60 Euro

E-Mail: ksm@museenkoeln.de
Internet: http://www.museenkoeln.de/koelnisches-stadtmuseum

Links
kopfwelten

http://www.kopfwelten.org/kp/

Das dunkle Kapitel der Geschichte, Von Kerstin Meier, 17.11.08, KStA
http://www.ksta.de/html/artikel/1226655087659.shtml

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