„Ein historischer Moment“, sagt Philippa Ebéné, afrodeutsche Leiterin der Berliner Werkstatt der Kulturen, schon im Juli anlässlich des Besuchs von Barack Obama in Berlin der taz:  „Ich erhoffe mir, dass das auch auf die deutsche Politik ausstrahlt.“

Der schwarze Politologe Yonas Endrias, u.a. Mitglied im Afrikarat und im Integrationsbeirat des Senats, hält dessen Kandidatur „für ein wichtiges Signal für alle Schwarzen weltweit“: „Er ist ein Vorbild vor allem für die Kinder: Er zeigt ihnen, dass sie das höchste Amt der Welt anstreben können“.

Auch Herve Tcheumeleu, Herausgeber der Zeitschrift Lonam: „Obama ist ein Symbol für neue Chancen. Er ist ein Wendepunkt für die schwarze Geschichte und eine Chance auch für Deutschland.“ Es sei von nun an keine Illusion mehr, dass auch Schwarze es ins Berliner Abgeordnetenhaus schaffen könnten.

Adetoun & Michael Küppers-Adebisi stellten ihren Beitrag zum Multimedia Wettbewerb „Nice to Meet You“ unter das Motto: OBAMA Deutschland …A surprise like IF GERMANY HAD A BLACK PRESIDENT?

Robert Schaddach, afrodeutscher SPD Politiker sieht es etwas nüchterner: „Das ist nur Show. Es wird sich nicht viel ändern. Auch nicht in der deutschen Politik.“…

Ist Black Germany im Obama-Fieber?

Der in Düsseldorf lebende Journalist Vincent Djeumo („afroHorizont magazin“) sucht zu diesem Thema Unterstützung, Ideen und Input aus der Community und möchte, eventuell hier in NRW, ein Seminar bzw. eine Tagung zur Bedeutung von Barack Obama für Schwarze Deutsche, schwarze Expats und afrikanische Immigranten durchführen. Er kann unter folgender Email kontaktiert werden: djeumoba@yahoo.de (oder via Kontaktformular)

Quelle: Migranten fahren auf Obama ab, taz vom 24.07.2008

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