Buchtipp: In den Vereinigten Staaten von Afrika


Afrika im Jahr 2020. Die afrikanischen Staaten haben sich zu einer Supermacht zusammen geschlossen, den Vereinigten Staaten von Afrika. Ihre boomende Industrie, ihre florierenden Banken, ihre Wirtschaft sichern dem Land den höchsten Lebensstandard. Man zahlt mit der “Africa Card”, man fährt Autos, die sich “Malcolm X” nennen, und die UNO hat fast alle ihre Institutionen in dieses neue Afrika verlegt – ein Land, das vor Wohlstand und Geld fast zu verfetten droht.

Nur eine Gefahr treibt die Menschen zwischen Kapstadt und Kairo um: die Flüchtlinge aus Europa. Immer wieder versuchen sie, dem Elend in ihrer Heimat zu entfliehen, den Stammeskämpfen in Deutschland und Tschechien, den Hungersnöten in Zürich und Madrid. Doch die afrikanische Marine spürt solche Flüchtlinge unbarmherzig auf u. schickt sie in ihre Heimat zurück[1].

Die Einzigen, die vielleicht nicht gleichgültig gegenüber den Millionen von Elendsflüchtlingen aus dem Norden sind, die verzweifelt an ihrer Grenze auflaufen oder halbtot an den Stränden von Djerba und Algier aufgegriffen werden, sind die Künstler. Auch die junge kokosmilchweiße Malerin Maya hat sich der Parole »Eine andere Welt ist möglich« verschrieben. In der Normandie geboren und von einem gutmeinenden Paar in Asmara adoptiert, begibt sie sich nach dem Tod ihrer Adoptivmutter auf die Suche nach ihren eigenen Wurzeln … Doch leider ist ihre leibliche Mutter so alt, verarmt und zahnlos, das Maya ihr zwar eine lebenslange Rente aussetzt, dann aber schnell nach Eritrea zurückkehrt, um dort die Eindrücke ihrer Reise künstlerisch umzusetzen …[2].

Abdourahman A. Waberi
wurde 1965 in Dschibuti geboren. Nach seinem Studium der englischen Literatur lehrt er heute als Professor am Wellesley-College nahe Boston; von 2006-07 war er Gast des Deutschen Akademischen Austauschdienstes in Berlin. Waberi gilt als Nationalschriftsteller Dschibutis. Sein Roman Cahier nomade wurde mit dem »Grand prix littéraire d’Afrique Noire« ausgezeichnet. Auf Deutsch erschien von Waberi bisher Die Legende von der Nomadensonne (1998). Waberis Werke wurden in mehr als acht Länder verkauft und die Zeitschrift Lire zählt ihn zu den 50 wichtigsten und einflussreichsten zeitgenössischen Autoren. Homepage: http://www.abdourahmanwaberi.com

Leseprobe (als PDF)

http://www.edition-nautilus.de/buecher/waberi/Waberi%20Kap.20.pdf

http://tubuk.com/assets/pdf/vereinigte_staaten.pdf

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In den Vereinigten Staaten von Afrika (Gebundene Ausgabe)
von Abdourahman A. Waberi (Autor), Katja Meintel (Übersetzer)

Eur 16,00
# Gebundene Ausgabe: 158 Seiten
# Verlag: Edition Nautilus; Auflage: 1 (März 2008)
# Sprache: Deutsch
# ISBN-10: 3894015632
# ISBN-13: 978-3894015633

Quellen:

[1]http://www.ndrkultur.de/feuilleton/buecher/nbstaatenafrika100.html, n den Vereinigten Staaten von Afrika, Werner Bloch. 2008
[2]http://www.glanzundelend.de/Artikel/waberi.htm

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