Berlin: Veranstaltungsreihe “Entwicklungs Zusammenarbeit = EuroZentrismus?! 2008/09


Eine 7 teilige Veranstaltungsreihe kritischer Auseinandersetzungen mit Entwicklungs Zusammenarbeit” an der Humboldt-Universität zu Berlin.

22. Okt. 2008 Vortrag Der Deutsche Kolonialismus – kein Sonderweg.
05. Nov. 2008 Grada Kilomba liest aus ihrem Buch ‘Plantation Memories – Episodes of Everyday Racism’

19. Nov. 2008 Timo Kiesel zum Thema White Charity
03. Dez. 2008 Aretha Schwarzbach – Apithy
17. Dez. 2008 Senfo Tonkam
14. Jan.2009 Gesine Schmidt, Kathrin Houda
28. Jan. 2009 PD Dr. Dr. Jacobe Mabe

22.Okt. 2008 Vortrag Der Deutsche Kolonialismus – kein Sonderweg.

In der Auseinandersetzung mit deutscher EntwicklungsZusammenarbeit ist es unerlässlich, sich mit der eigenen Kolonialgeschichte zu befassen. Der Vortrag von Jonas Kreienbaum nimmt zu der These Stellung, Deutschland sei ob der nur kurzen Phase der Kolonialherrschaft im Vergleich zu den anderen Kolonialmächten unschuldig und in den Beziehungen mit Afrika unbelastet. Betont wird in diesem Zusammenhang auch der Einfluss der deutschen Kolonialherrschaft und des Kolonialrevisionismus nach dem 1. Weltkrieg auf die deutsche Gesellschaft. Jonas Kreienbaum wird aber auch auf die gegenläufige Tendenz in der Geschichtswissenschaft der eingehen, in der Deutschland als im Vergleich zu anderen Kolonialmächten besonders gewalttätig charakterisiert wird. Es soll in diesem Zusammenhang aufgezeigt werden, dass nicht von einem deutschen Sonderweg der Gewalt gesprochen werden kann. Kolonialismus ist vielmehr ein geteiltes westliches Phänomen, bei dem die Bedeutung nationaler Grenzen relativierten werden muss.

Jonas Kreienbaum studierte Geschichte an der HU Berlin und der University of Nottingham. Seit 2006 arbeitet er am Lehrstuhl für Zeitgeschichte (HU), wo er derzeit promoviert.


05. Nov. 2008 Dr. Grada Kilomba /  ‘Weiße Hegemonie und Rassimus als Koloniale Kontinuitäten

18:30 -20,00

Grada Kilomba liest aus ihrem Buch ‘Plantation Memories – Episodes of Everyday Racism’
“Plantation memories is a compilation of episodes exploring everyday racism. Linking postcolonial theory and lyrical narrative, the book provides a new and inspiring interpretation of everyday racism in the form of shortstories.”

“From the question “Where do you come from?” to the N-Word to Hair Politics, the book is essential for anyone interested in Black studies, postcolonialism, critical whiteness, gender studies and psychoanalysis.


Die Veranstaltung wird unterstützt von Netzwerk Selbsthilfe e.V (www.netzwerk-selbsthilfe.de) und von die Gesellschafter.de/Aktion Mensch.

Mit der Veranstaltungsreihe will Commit to Partnership Berlin e.V zur kritischen Auseinandersetzungen mit EntwicklungsZusammenarbeit (EZ) anregen. Mit den Veranstaltungen, die Teil des entwicklungspolitischen Bildungsprogramms des Vereins sind, wollen wir anhand verschiedener Perspektiven ein Bewusstsein für die Hintergründe, Praxen und Wahrnehmungen heutiger Entwicklungs Zusammenarbeit erarbeiten. Unser Fokus liegt dabei auf der Auseinandersetzung mit kolonialen Kontinuitäten in der Entwicklungs Zusammenarbeit.
Die Verantsaltungsreihe richtet sich sowohl an Menschen, die im entwicklungspolitischen Bereich aktiv sind, als auch an eine interessierte Öffentlichkeit. Die Veranstaltungsreihe soll zur Reflexion und Hinterfragung eigener Bilder, Motivationen und Herangehensweisen beitragen und bietet gleichzeitig Raum für eine Auseinandersetzung mit gängigen und als wahr erachteten Positionen und Informationen der EntwicklungsZusammenarbeit.

In den Sitzungen soll explizit auf die deutsche Kolonialzeit, koloniale Kontinuitäten, die Bedeutung von Weißsein in der Entwicklungs Zusammenarbeit, rassistische Spendenwerbungen in der EZ sowie die Fallen und Chancen interkultureller Arbeit eingegangen werden. Zudem wird EntwicklungsZusammenarbeit aus Nord- und Südperspektive diskutiert werden.

Referent_innen werden sein:

05. Nov. 2008 Dr. Grada Kilomba
19. Nov. 2008 Timo Kiesel
03. Dez. 2008 Aretha Schwarzbach – Apithy
17. Dez. 2008 Senfo Tonkam
14. Jan.2009 Gesine Schmidt, Kathrin Houda
28. Jan. 2009 PD Dr. Dr. Jacobe Mabe

Ort: HU-Berlin/Institut für Asien-Afrika-Wissenschaften, Invalidenstraße 118, Raum 315
Zeit: ab 22.Oktober jeden zweiten Mittwoch von 18.30-20.30Uhr

Weitere Informationen zur Veranstaltungsreihe und zu Commit to Partnership Berlin e.V. finden Sie auf unserer Internetseite www.com-mit.org/berlin oder schreiben Sie uns einen E-Mail an: berlin@com-mit.org.

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