Düsseldorf 17.10.08: Wie ein offenes Buch – Dr. Joe Dramiga u. Eritrea Berhane lesen aus Werken der Schriftsteller Uzodinma Iweala u. Ahmadou Kourouma


“Respekt und Mut, Düsseldorfer Beiträge zur interkulturellen Verständigung 2008: Jenseits exotisierender Klischees hat die afrikanische Literatur kaum Zuag zum deutschen Lesepublikum gefunden. An diesem Abend wollen wir uns mit afrikanischen Schriftstellerinnen und Schriftstellern und ihren Werken beschäftigen. Die Lesung findet in deutsch statt. Der Abend findet seinen Ausklang mit afrikanischem Essen und der Gelegenheit zum Austausch”

Eritrea Berhane liest aus dem Buch “Beasts of no nation” des Schriftstellers Uzodinmaa Iweala (USA/Nigeria) und Dr. Joe Dramiga liest “Die Nächte des großen Jägers” des Autoren Ahmadou Kourouma (Elfenbeinküste). Und ein Buffet gibt es auch ….

Eritrea Berhane liest Werke des Schriftsteller Uzodinma Iweala

Uzodinma Iweala (Jg. 1982) ist ein afro-amerikanischer Autor. Der ausgebildete Mediziner und Harvard Absolvent kommt aus einem prominenten Elternhaus, seine Mutter ist die ehemaligen nigerianischen Finanz- und Außenministerin Dr. Ngozi Okonjo-Iweala. In seinem 2005 erschienen, vielbeachteten Debütroman Beasts of No Nation (D 2008: Du sollst Bestie sein), greift er das Thema Kindersoldaten auf. “Ein Buch, das alle mehr oder weniger gefälschten, bestsellenden Kindersoldatenbiographien überflüssig macht. Mit seinem Romandebüt wurde er gleich in die Granta-Liste der 20 hoffnungsvollsten US Schriftsteller aufgenommen. “Du sollst Bestie sein” ist das wahrscheinlich aufregendste, erhellendste Debüt dieses Frühjahrs” (die welt).


Dr. Joe Dramiga liest Werke des Schriftsteller Ahmadou Kourouma

Ahmadou Kouroum (1927-2003) wurde in der Elfenbeinküste als Sohn einer muslimischen Kaufmannsfamilie geboren. Nach dem franz. Militärdienst in Indochina studiert Kourouma in Lyon Mathematik und arbeitet nach dem Abschluss als Versicherungsmathematiker erneut in der Elfenbeinküste. 1963 schreibt Kourouma sein erstes und einziges Theaterstück: Le diseur de vérité. Es wird jedoch nach der Uraufführung in Abidjan sofort abgesetzt. Kourouma fällt in Ungnade beim Präsidenten der Côte d’Ivoire: Félix Houphouët-Boigny, kommt zuerst ein paar Monate ins Gefängnis und muss weitere 20 Jahre in Verbannung in Algerien (1964-1969), Kamerun (1974-1984) und Togo (1984-1994) leben, bevor er zurückkehren darf.

1970 veröffentlicht er seinen ersten Roman: Le Soleil des indépendances, der ihn umgehend viel Beachtung einbringt. Aber erst Anfang der 1990er-Jahre wendet sich Kourouma wieder dem Schreiben zu und bestätigt mit diesem und seinen nachfolgenden Werken den Ruf ein kritischer Zeuge des modernen Afrikas zu sein. Im Jahr 1990 wird er für den zweiten Roman: Monnè, outrages et défis mit dem Grand Prix littéraire de l’Afrique noire ausgezeichnet und erhält 2000 den Prix Renaudot und Prix Goncourt des lycéens für Allah n’est pas obligé. Allah muss nicht gerecht sein. Am 11. Dezember 2003 stirbt Kourouma im Alter von 76 Jahren in Lyon. Sein unvollendetes Werk: Quand on refuse, on dit non, in dem er sich mit den internen Konflikten seines Heimatlandes auseinandersetzt, erscheint posthum 2004.

Seit 2004 wird zudem ein jährlicher Preis unter dem Namen Prix Ahmadou Kourouma vom Internationalen Salon des Buches und der Presse in Genf verliehen.

WANN?

Freitag 17. Oktober 2008. 19.30 Uhr

WO?

Zentrum für interkulturelle Begegnung und Beratung (ZIBB), Schumannstr. 89
Info: Margit Weber, Tel.: 0211/9233480, E-Mail: margit.weber@diakonie-duesseldorf.de

Quelle:
Lesereinsendung, Wikipedia, u.a.

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