Die Frage, ob es im 2. Weltkrieg in der US-Army schwarze Soldaten gab, könnten mindestens 300.000 schwarze Deutsche innerhalb einer halben Sekunde beantworten.  Etwas schwerer damit tat sich der bekannte US Schauspieler und Regisseur Clint Eastwood: in seinem Kriegsfilm „Flags of our Fathers“ gab es keine. Die ca.  900 schwarzen GIs, die tatsächlich an der im Film dargestellten Schlacht im Pazifik teilnahmen, wurden, so Spike Lee,  „aus der Geschichte getilgt“.

Die Replik von Spike Lee, der Film „Miracle of St. Anna (Das Wunder von St. Anna)“, läuft seit dem 26.9. in der USA in den Kinos. Der Film will die Rolle von afro-amerikanischen Soldaten während des Zweiten Weltkriegs rehabilitieren. „Eine Million schwarze Männer und Frauen haben an diesem Krieg teilgenommen“, betont Lee im Gespräch mit der AFP.


Der Film erzählt die Geschichte von vier Soldaten der all-black92nd „Buffalo Soldier“ Division, die 1944 in einem Dorf der Toskana / Italien aufgrund des Rassismus ihrer Vorgesetzten alleine gelassen werden, um die deutschen Truppen mit der Unterstützung des italienischen Widerstandes zu bekämpfen. Damit beginnt beim Regisseur von „Do The Right Thing“ oder „Jungle Fever“ ein neuer Karriere-Abschnitt, so Lee. Der Film werde „einzigartig, episch und sehr intensiv“ werden. Mit im Cast: Derek Luke, Michael Ealy, Laz Alonso, and Omar Benson Miller, John Turturro und Alexandra Maria Lara. (APA/AFP)

Mehr Infos:
http://www.blackvoices.com/blogs/2008/09/24/spike-lee-talks-miracle-at-st-anna/

http://www.focus.de/kultur/kino_tv/cannes-2008/cannes-gossip-halt-deine-klappe-spike-lee_aid_303560.html

Buch:
Der Film ist die Adaption des Buches von James McBride:

Das Wunder von St. Anna. (Broschiert)
Broschiert:
334 Seiten

Verlag:
Bvt Berliner Taschenbuch Verlag; Auflage: 1 (März 2006)

Sprache:
Deutsch

ISBN-10:
3833303549

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