Zu Gast bei Freunden in Zwiesel (Bayern). Kein Hotelbett für Schwarze.


Palmer Murphy (47), Afro Amerikaner, wurde von einer Leiharbeitsfirma nach Zwiesel in Bayern zum Arbeiten entsendet und dort in eine Pension eingebucht. Als die Zwieseler Pensionswirte feststellten, das ihr Pensionsgast schwarz war, setzten sie ihn vor die Tür.


Auch die 4 oder 5 anderen Pensionen im Ort weigerten sich, ihn unterzubringen. Der Arbeitgeber wurde telefonisch aufgefordert, Murphys Sachen abzuholen; man wolle keinen Farbigen hier haben. Murphy kam schliesslich im Schwesternwohnheim des Krankenhauses unter.

Unangenehm auch die Polizei: „Was er hier in Zwiesel macht, wo er herkommt, wollten die Polizisten wissen, als sie ihn kontrollierten. Bereits zwei Mal in vier Wochen. Auf dem Weg vom Supermarkt zum Parkplatz hielten ihn Zivilbeamte an, am Bahnhof die Bundespolizei. Er sehe auffällig aus, so die Erklärung.“ berichtet die Passauer Neue Presse.

„Nach der ersten Nacht in einer Pension, die sein Arbeitgeber für ihn gebucht hatte, war Palmer Murphy seines Zimmers verwiesen worden. „Am Morgen hieß es, ich solle meinen Schlüssel abgeben“, erzählt er. Auch IAC war erstaunt, als ein Anruf aus der Zwieseler Pension kam mit der Aufforderung, Murphys Sachen abzuholen. Man wolle keinen Farbigen hier haben, so habe die Erklärung gelautet. Die Wirtin dagegen betont, sie habe das Zimmer wegen Murphys Nachtschicht gekündigt. Andere Gäste seien gestört worden. IAC machte sich daraufhin auf erneute Zimmersuche für den Mitarbeiter. „Wir haben dann noch in vier bis fünf anderen Pensionen angefragt, die ebenfalls ablehnten, ihm ein Zimmer zu vermieten“, sagt Marc Setzen, General Plant Manager der IAC-Group in Plattling, zu der der Standort Zwiesel gehört. Im Schwesternwohnheim des Krankenhauses kam der Farbige schließlich unter.

„Wir sind ein international tätiges Unternehmen, es kann nicht sein, dass einer unserer Mitarbeiter eine solch unschöne Zeit erlebt“, ärgert sich Stefan Feldmeier, Personalplaner bei IAC.“

Der Bürgermeister von Zwiesel sowie der Bayerischen Hotel- und Gaststättenverband haben sich von dem rassistischen Vorgehen der Zwieseler Pensionswirte distanziert.

copyright und autoren:vom 29.08.2008 Isabel Metzger, Ronja Zöls PNP
Die vollständigen Artikel sind online abrufbar unter
http://www.pnp.de/nachrichten/artikel.php?cid=29-21242641&Ressort=bay&BNR=0

http://www.pnp.de/lokales/news.php?id=50128

http://www.br-online.de/aktuell/zwiesel-fremdenfeindlichkeit-tourismus-ID1219938239766.xml

http://www.koetztinger-zeitung.de/

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6 Comments

  1. Hallo,

    ich lebe seit mehreren Jahren in Zwiesel, als Zugereister.
    Das was Sie berichten ist nur die Spitze des Eisberges.

    Ich kann mich leider nicht zu erkennen geben, es ist zu gefährlich.
    Es stecken fast alle unter einer Decke: Das bedeutet ein kollektives Mobbing für fast alle Zugereisten, bis zur finanziellen Vernichtung.

    Tipp: Nehmen Sie Kontakt mit Zugereisten in Niederbayern auf und Befragen Sie diese und es werden sich Ihnen die Nackenhaare streuben.

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  2. Hallo Leute, mein Mann und ich haben in Neukirchen vorm Wald“ gelebt“ das ist auch im Bayerischen Wald und es war eine der schlimmsten Erfahrungen die wir so weit gemacht haben. Mein Mann ist Amerikaner und er ist weiß. Aber das macht wahrscheinlich nicht viel Unterschied zu schwarß, denn die Einheimischen mögen einem einfach nicht. Da sitzen die dort in Ihren Wirtshäusern und murmeln in einem unverständlichem Slang vor sich hin, dass einem unvermittelt klar wird, hier läuft alles anders als im Rest von Deutschland.
    Wir wurden 3 Monate schikaniert von unserer Vermieterin weil wir uns erlaubt haben, Ihr Haus wegen Schimmel zu reklamieren. Was danach alles kam ist unglaublich, sowas in einer „zivilisierten “ Gesellschaft zu erleben……man muss es erlebt haben. Sogar der Dorfpolizist hat uns Hilfe verweigert, weil er die Waldler nicht im Stich lässt. Außerdem sprechen wir Ihre Sprache nicht. Ich bin Deutsche aber diese Sprache in dieser Region bedarf äußerste Aufmerksamkeit damit man den Faden nicht verliert. Vielleicht sollte man es mit einer Hundeschule versuchen, das bellen käme da noch am nächsten.
    Wir sind auf und davon und ich werde den Wald meiden wie der Teufel das Weihwasser.
    wuf, wuf,…

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  3. Diese Berichterstattung ist ebenso wie dieses unsägliche YouTubeVideo tendenziös, unobjektiv, aufbauschend, faktenignorierend, vorverurteilend und sensationsgeil. Nennt man das zivilisiert? Ich nenne das Bildzeitungsniveau. Endlich wieder mal ein Anlass die Anklagewut rauszulassen. Ich weiß nicht wie es war… kann sein dass die Wirtin ihn wegen seiner Hautfarbe rausgeschmissen hat… vielleicht auch nicht. Doch selbst wenn es so wäre wäre es immer noch nur eine Einzelperson. Dass der Herr in anderen Pensionen aus den selben Gründen abgelehnt worden sein soll ist nichts als eine jeglichen Nachweises entbehrende Unterstellung. Und jeden Zwiesler, ja jeden Waidler unter Generalverdacht zu stellen ist nicht minder unterste Schublade als das Verhalten der Pensionswirtin (wenns denn stimmt). Ich halte es persönlich für durchaus glaubhaft, dass man in einer kleinen, von alten Leuten geführten, hellhöhrigen Pension auf zu unmöglichen Zeiten arbeitende, essende und (wenn auch unbeabsichtigt) Krach produzierende Gäste keinen großen Wert legt.

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  4. ..das ist ja ein koestlicher thread, das ist Gold wert, die weissen deutschen Zugereisten im Anti-Dorfslang-Kampf, die Staedter im Kampf mit den bayerischen Hinterweltlern und am Ende die Meldung ebendieser:

    „[ich verstehe, dass man auf] zu unmöglichen Zeiten arbeitende, essende und (wenn auch unbeabsichtigt) Krach produzierende Gäste keinen großen Wert legt.“

    Keiner jedoch versteht, wieviel das bayerische Dorf am Ende mit der mentalen Situation dieser Gesellschaft auf grossen Skalen zu tun hat, das steht auf gaenzlich anderen Blaettern.

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  5. Diese Berichterstattung ist ebenso wie dieses unsägliche YouTubeVideo tendenziös, unobjektiv, aufbauschend, faktenignorierend, vorverurteilend und sensationsgeil. Nennt man das zivilisiert? Ich nenne das Bildzeitungsniveau.

    Wie nennen Sie das wenn Ihnen die Hausbesitzerin Hundescheiße und Abfall vor die Eingangstür schmeißt. Wenn Sie von Ihrem Wirtshaus ein paar Bierdümpel anheuert und Sie ständig von dem verfolgt werden? Vielleicht zivilisiert??? Angemessen???

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