Köln: Adwoa Hackman 17.5.2008


„Sie spielt Gitarre wie eine leise und heimliche Hip Hop Band und singt darüber mit einer Leichtigkeit und Tiefe, die Zuhörer und Zuhörerinnen gleichsam berührt.“ So formulierte es der Berliner „Tagesspiegel“ nach einem Konzert von Adwoa Hackman. Aufgewachsen mit der Musik von Stevie Wonder, D`Angelo und Erykah Badu war für die Sängerin ghanaisch/ deutscher Abstammung immer klar, ihre Songs mit ihrer eigenen, deutschen Identität und Muttersprache zu verbinden.

Mit 16 beginnt sie, Schlagzeug zu lernen, mit 18 folgt ein Jazzstudium für Gitarre und Gesang; immer beseelt von dem Wunsch, Musik aufzusaugen und von allen Seiten zu durchdringen.

Heute sind es vor allem ihr wunderbar groovendes Gitarrenspiel und eine Stimme, deren warmer und bittesüßer Klang direkt die Seele dieser Musik offenbart. Ihr Gesang- gewachsen an der unverkennbaren Schule der Großen des Soul- zeigt eine Virtuosität, die sich und anderen nichts mehr beweisen muß und gerade in dieser Beiläufigkeit atemberaubend ist.
Auffällig ist: Während sich deutschsprachige Musikerkollegen oft über den Text der Musik nähern, ist es bei Hackman genau umgekehrt. Es sind zunächst die Melodien und die Wucht der Musik, die fesseln. Der Rhytmus der Sprache ist fließend und fast ist man verwundert, daß hier jemand auf deutsch singt. Frei sein ist Adwoas großes Thema, die Songs durchdrungen von dem Wunsch nach größtmöglicher äußerer und innerer Freiheit. Sie singt von der Suche nach sich selbst, in sich und im Anderen. Auf dieser Suche kam Adwoa nach Berlin, seit Jahren ihre Wahlheimat. Von hier aus erspielte sie sich mit unzähligen Clubgigs und Auftritten auf internationalen Festivals eine stark wachsende Community.

Adwoa Hackmans Songs sind das Mikroskop für Details im Leben, beleuchten Sekunden und Minuten und fangen darin das Leben ein. Sie sind, wie sie sagt: „mit den Texten im Leben“.

Seit 2007 arbeitet sie mit Kai Oliver Krug von Nautilus Music (u.a.Produzent von Orange Blue, No Angels) an ihrem ersten Album, welches im Frühjahr 2008 fertiggestellt sein wird. Einer der Songs auf dem Album heißt „Was immer“. Es könnte das Motto für Adwoa sein, wenn sie, nach der Zukunft gefragt, antwortet: „Musik war immer mit mir. Sie ist mein Weg, meine Heimat, meine Religion. Was auch immer kommt.“

Links
www.adwoa.de
www.myspace.com/adwoamusic
www.nautilusmusic.de

Adwoa Hackman, zusammen mit Caró, im Rahmen des Sommerblut-Kulturfestivals
Wann
17 mai 2008, 20:00 Uhr

Wo
Dirk Rink Theater im Studio des Kölner Filmhauses
Maybachstr. 111, Köln, 50670 (U Ebertplatz)

Kosten:
AK 12 Euro / 10 Euro erm.

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