Osnabrück, 26.11.2007 : Der nigerianische Pfarrer Dr. Stephen Egwim hat nach wiederholten rassisitischen Anfeindungen durch Mitglieder seiner katholischen Gemeinde St. Josef in Osnabrück (Wallenhorst-Hollage) den Ort fluchtartig verlassen. 23_Egwim

Dr. Egwim stand den 5.100 Gemeindemitgliedern erst seit 20.8.2007 als Priester vor. Seit dem ist er immer wieder beleidigt und angefeindet worden; mental am Ende gab er nun auf und verliess die Stadt: „Es ist zu viel, und ich muss weg.“ Der Priester sei in anonymen Briefen und Anrufen bedroht und beschimpft worden (u.a. als „Affe aus Afrika“) und wurde von einer weissen Frau aus Osnabrück sexuell belästigt und systematisch gestalked.

Der katholische Generalvikar Paul: „Es hat anonyme Briefe und Anrufe gegeben. Eine Stalkerin aus Osnabrück hat Pfarrer Egwim zugesetzt“. Die Stadt Osnabrück bezeichnet sich selbst als Friedensstadt und richtet 1x im Jahr ein multikulturelles Afrika Festival aus.

Dr. Egwin, geb. 1963 in Amaimo (Nigeria) besitzt einen Abscluss als Master of Theology (Sacrae Theologiae Licentiatus) und ist Doktor der Theologie. 2007 promovierte er an der Katholischen Hochschule in Leuven / Belgien unter Professor Brian Doyle mit der Dissertation „A contextual and cross-cultural study of Psalm 109“. Von Dezember 2005 bis April 2006 war er bereits als Priester in der St Patrick’s, West Bank, Widnes (UK) tätig. Darüber hinaus studierte er Hebräisch an der Hebräischen Universität von Jerusalem in Isreal (Rothberg International School).

Mehr Infos
http://www.neue-oz.de/information/reportage/pfarrer/index.html

http://www.st-josef-hollage.de/

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