Düsseldorf, 26.5.2006: Bildung und Beruf haben einen wichtigen Stellenwert im Leben und sind fundamentale Voraussetzungen für eine bessere Zukunft junger Menschen. Ohne einen qualifizierten Schulabschluss bleibt der Weg in eine weiterführende Ausbildung zumeist verschlossen.

In dieser schlechten Situation befinden sich vor allem häufig afrikanische Schüler-und Schülerinnen. Selten haben sie die Chance, weiterführende Schulen zu besuchen, um später ein Studium aufnehmen zu können. Ursachen dieser Probleme sind einerseits unzureichende Sprachkenntnisse, Ignoranz der eigenen Migrationgeschichte, sowie das Fehlen positiver Rollenmodelle und Identifikationsmöglichkeiten.

Auf der anderen Seite gehören auch Diskriminierungs-Erfahrungen der Jugendlichen und mangelnde Kenntnisse ihrer Eltern über das deutsche Schul-und Ausbildungssystem zu den Ursachen.

In Form von Seminaren und Arbeitsgruppen soll die Schulproblematik der afrikanischen Kinder genauer analysiert und Lösungsansätze gefunden werden, die in Zukunft zur Optimierung ihrer Leistungen beitragen können.

Zielgruppe des Seminars:

  • Afrikanische Eltern
  • Deutsche aus dem Bildungs- und pädagogischen Bereich
  • Multiplikatoren, die sich mit der Schulsituation afrikanischer Jugendlicher beschäftigen


Programmablauf:

Sa. 27. 05.2006

9 – 10 Uhr Anreise und Frühstück

Referate ab 10 Uhr

Eingangsvortrag von Dr. Denis Kapuku Mukuna (Uni Köln, Vorsitzender der Kongolesische Gemeinschaft in Deutschland NRW. e.V.)

In einem Eingangsvortrag präsentiert Dr. Denis Kapuku Mukuna (Uni Köln, Vorsitzender Kongolesische Gemeinschaft in Deutschland NRW. e.V.) die allgemeine Situation junger Afrikaner und Afrikanerinnen in Deutschland:

  • Was hindert die meisten afrikanischen Schüler/innen daran eine bessere Schulform zu besuchen?
  • Sind junge Afrikaner besonders schlecht im Lernen?

Kurzer Schülerbericht zur Problemsituation

Diansisulua Sophie Mfulama (Schülerin 13. Klasse eines Gymnasiums in Düsseldorf)

Was sind im Einzelnen die Probleme junger Afrikaner und Afrikanerinnen in der Schule?
Dr. Dela Apedjinou (Wissenschaftliche Mitarbeiter an der Uni Essen)

  • Inwiefern kann das komplizierte deutsche Schulsystem ein Hindernis für das gute Abschneiden afrikanischer Schüler darstellen?
  • Werden die Probleme junger Afrikaner in der Schule als solche erkannt?
  • Welche Fördermaßnahmen bieten ihnen die Schulen bzw. Bildungsstrukturen?

Mittagessen

Welche Rolle spielt das Verhalten afrikanischer Eltern am Schulmisserfolg ihrer Kinder? – Dr. Denis Mukuna

Der Alltag gestaltet sich sehr überfordernd für viele afrikanische Eltern. Sind sie überhaupt noch in der Lage, die Schulsituation ihrer Kinder besser zu bewerten, um sie adäquater zu betreuen oder deren Interessen zu vertreten?

Kaffee- Pause

Arbeitsgruppe mit Sigrid Beuting Matore (Künstlerin und seit 23 Jahren Dozentin an Schulen und weiteren Bildungsinstitutionen)

  • Welchen Stellenwert hat die Schulsituation von Kindern afrikanischer Eltern im Alltag?
  • Hat sie Priorität?
  • Wie kann die Gesamtsituation verbessert werden?

Abendessen

20 – 24. 00 Uhr. Unterhaltung: Show mit M.AZ ( Afro Pop) & Afrika DJ

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So. 28 Mai

8.30 – 9. 50 Uhr. Frühstück

10 Uhr Beginn der Tagung

Afrikanische Migrationgeschichte, Identifikationsmöglichkeiten und Vorbilder von Franklin Nkangou Mikangou (Journalist, Event Manager, Béto e.V.)

Inwiefern können die Ignoranz der eigenen Migrationgeschichte, sowie die fehlenden positiven Identifikationsmöglichkeiten zur schlechten schulischen Leistung der jungen Afrikaner und Afrikanerinnen beitragen?

Die Role der afrikanische Kirche in Deutschland / Dr. Jonas Koudisssa (Katholischer Priester / Uni Köln)

Die afrikanische Kirche in Deutschland stellt eine feste Autoritätsstruktur im Leben der Afrikaner dar. Welche Rolle kann sie in der Erziehung von jungen Afrikanern und Afrikanerinnen spielen? Oder ist sie in dieser Hinsicht selbst ein reales Problem?

Mittagpause

Arbeitsgruppe mit Dr. Denis Mukuna zum Thema alltäglicher Rassismus und Diskriminungserfahrungen

Ausgrenzungs-und Diskriminierungserfahrungen gehören zum Alltag vieler afrikanischer Schüler und Schülerinnen. Wie gehen sie damit um?

Arbeitsgruppe mit Alexandre Ndjeng Biyouha (Dipl. Ing.) Strategien und Vorgehensmodelle im Bildungsbereich

Welche Herangehensweise ist notwendig, damit in Zukunft Fehler der Vergangenheit vermieden werden können?

Ende der Tagung: gegen 17 Uhr

Wann?

27- 28 Mai 2006

Wo?

Ort: Jugendgästhaus. City Hostel. Düsseldorfer Str. 1, 40545 Düsseldorf (Oberkassel)

Organisation

Konzeption Vincent Djeumo (Journalist ) vom Verein afro horizont e.V.

Koordination und Projekt Leiter: Franklin Nkangou Mikangou. Tel: 0172 284815. Mikangoubeto@gmx.net

Träger: Béto e.V. info@beto-ev.org. WebSite: http:// http://www.beto-ev.org

Assistent: Dr. Denis Mukuna

Moderation: Ibrahim Diallo (Dipl. Kaufmann, Consultant- Performances Management Consulting )

Förderung: Friedrich Ebert Stiftung e.V.

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