Das Theater Festival Impulse gehört zu den wichtigsten Festivals der freien deutschsprachigen Theaterszene. Das Künstlerduo Gintersdorfer/Klaßen ist gleich mit zwei ihrer deutsch-afrikanischen Produktionen dabei:
Gintersdorfer/Klaßen: “Betrügen”
Mit: Franck Edmond Yao, Hauke Heumann, DJ Meko
Zwei Tänzer von der Elfenbeinküste stürmen die Bühne, tanzen und erzählen laut und protzig vom Leben der ivorischen La Jet Set mit teuren Autos, viel Geld und feinsten Markenklamotten. In Pariser Clubs hat die selbsternannte La Jet Set einen sehr erfolgreichen Musik- und Tanzstil verbreitet, den Coupé Décalé, den die Darsteller DJ Meko und Gadoukou La Star (Franck Edmond Yao) demonstrieren. Doch im Laufe des Abends offenbaren sich auch die Risse in der vermeintlichen Glitzerwelt und die nüchterne Realität der Migranten
dahinter. Der weiße Performer Hauke Heumann versucht sich in Nachahmung und Vermittlung und fordert damit zur Auseinandersetzung mit Klischees über Schwarz und Weiß, über Europa und den Rest der Welt, über das schöne und das echte Leben auf.
4.12., 20 Uhr, FFT Kammerspiele, Jahnstr. 3, 40215 Düsseldorf
Gintersdorfer/Klaßen: “Othello c’est qui”
Mit: Franck Edmond Yao, Cornelia Dörr
Shakespeares Othello gilt als die schwarze Theaterfigur – und ist doch vor allem der Blick eines Europäers auf das Fremde. Gintersdorfer/Klaßen stellen dem ein afrikanisches Selbstverständnis entgegen und machen in der Begegnung zweier Kulturen auf der Bühne Gemeinsamkeiten und Trennendes erlebbar. Ein grandioses Spiel um Liebe und Theater und um das, was beginnt, wenn das Spiel aufhört Spiel zu sein.
6.12., 20 Uhr, FFT Kammerspiele, Jahnstr. 3, 40215 Düsseldorf
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Die Abschlusspräsentation von Move it 2 WEBDANCE – WIR SIND. ON. findet im am 1. Juli 2009 im Forum Freies Theater / Kammerspiele statt. Mehr Infos:
Dieser Workshop richet sich an TheaterautorInnen of Color, die sich in ihrer Arbeit mit „Rasse“ und Geschlecht auseinandersetzen. Als KünstlerInnen sind wir oft mit der Erwartung konfrontiert, positive Images von uns selbst zu präsentieren, um so der Flut von negativen Images von People of color in den Medien, dem öffentlichen Diskurs und selbstverständlich gerade im Film und auf der Bühne entgegenzutreten. Wie können wir dies erreichen, ohne den kreativen Prozess einzuschränken? Welche Strategien können wir einsetzen, um einander bei unserem Streben nach Wahrheit in unserer Arbeit zu unterstützen? Welche Geschichten sind uns wichtig und welche Werkzeuge sollten wir 



Der ivorische Tänzer und Choreograf Gotta Depri entschlüsselt auf der Bühne die Muster des afrikanischen Tanzes und seine konkrete, alltägliche Bedeutung. Er zeigt Tanzschritte und Bewegungsabläufe und erläutert, was diese im Einzelnen meinen und wie sie entstanden sind. Tanz als postkoloniale Strategie gegen die Verfälschung dieser lebendigen Kultur durch den Westen. Gotta Depri stellt sich der künstlerischen Konfrontation mit europäischen Kollegen. In verschiedenen Städten findet diese Begegnung mit jeweils anderen Choreografen statt. In Düsseldorf begegnet er Gudrun Lange. Gudrun Lange stellt dies durch die Demonstration ihrer tänzerischen Mittel in Frage.



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