Der Journalist Marvin Oppong verklagt den WDR; die Gerichtsverhandlung findet heute – am 19.11. – statt. … noch keine 30, freier Journalist und verklagt den Westdeutschen Rundfunk Köln? Den grössten und mächtigsten der öffentlich – rechtlichen TV Sender Deutschlands? Warum das denn? Mehr zu Oppong’s Motivation und den Hintergründen des Verfahrens erfahrt Ihr hier und in seinem Blog unter http://www.oppong.eu/.
Sein Job ist es Wissenschaft populär zu vermitteln. Ranga Yogeshwar moderiert im Fernsehen nicht nur “Die große Show der Naturwunder”, “Quarks und Co” oder die Sendung “Wissen vor acht”. Er beschäftigt sich auch mit alltäglichen Fragen des Alltags und erforscht zum Beispiel, warum Frauen kalte Füße haben.
Auf 56 Seiten dokumentiert das Medienhandbuch “Migration und Diversität 2009″ Daten und Informationen zu mehr als 50 von Migranten geführten Medienunternehmen in Österreich sowie österreichische Medien und Agenturen, die sich mit den Themen “Migration” und “Diversität” auseinandersetzen. Read the rest of this entry »
Event: Vom 10.-11.9. fand zum 2. Mal die Medien.Messe.Migration in der Akademie der bildenden Künste in Wien statt. Schwerpunktthemen waren “Medienvielfalt, ethnische Ökonomie und Diversitätspolitik in der österreichischen Einwanderungsgesellschaft”. Read the rest of this entry »
Der Online Dienst news.de meldet folgendes zu einer Werbekampagne “Empower your people” des Softwarekonzerns Microsoft in Polen: “Ein Werbefoto von Microsoft sorgt für Erstaunen. Marketing-Experten haben für eine Kampagne in Polen einen Schwarzen auf einem Bild durch einen Weißen ersetzt. [...] Getauscht wurde aber nur der Kopf, und das auch ziemlich stümperhaft. Die Hand und der Körper des Schwarzen, verdeckt durch einen silbernen Anzug, blieben so wie auf dem Ausgangsmaterial. [...] Von zahlreichen Seiten hagelte es Kritik für das retuschierte Plakat. Der Vorwurf von Rassismus wird vor allem dadurch genährt, dass der Asiate neben dem ausgetauschten Schwarzen und die weiße Dame vorn im Bild bleiben durften…” Weiter bei news. de im Artikel und im Kommentar.
Nach Rassismusvorwürfen entschuldigte sich ein Microsoft Sprecher für den Vorfall u.a. auf CNET und auf dem Corporate Twitter Channel und das Bild wurde wieder in den Originalzustand zurückversetzt. (Anm. mit Adobe Photoshop?)
Seit Jahrzehnten, spätestens seitdem im Jahre 2001 einige afro-amerikanische MitarbeiterInnen die Microsoft Corp. wegen angeblicher Diskriminierung auf fünf Milliarden US-Dollar Schadensersatz zu verklagen versucht haben (-> http://www.heise.de und Spiegel), investiert Microsoft in zahlreiche globale Diversity Programme, Strategien und Initiativen zur Förderung von Frauen und Minderheiten, was sich insbesondere auch im Marketing und der Aussendarstellung des Konzerns niederschlägt.
“Man muss das Lampenfieber haben, aber die anderen sollen es nicht sehen. Wenn man das hinkriegt, ist es glaube ich ganz gut” sagt der Literaturprofessor Ijoma Mangold über seine Premiere als Moderator des neuen TV Literaturmagazins “Die Vorleser”. (Bildquelle: ZDF)
Ob Ijoma Mangold als TV-Moderator überzeugt, kann man heute abend im ZDF in der ersten Folge der Literatursendung “Die Vorleser” sehen (–> 10. Juli 2009, um 22:30 Uhr im ZDF). Im Literaturcafe gibt es vorab ein ausführliches Interview mit ihm und der Co Moderatorin Amelie Fried, natürlich auch als Podcast abrufbar … und natürlich wird er erstmal gefragt, wie man seinen Vornamen “korrekt ausspricht”… (zum Interview1 und Interview2)
Update: Falls ich meine Blog – Suchanfragenstatistik richtig interpretiere, fragen sich gerade zahlreiche Literaturfreunde am Tag nach der ZDF Sendung, woher denn dieser TV Neuling Ijoma Mangold kommt? Definitiv ein dunkler Typ. Und der Name, der ist bestimmt jüdisch, wie der Literaturkautz Reich-Ranicki, würde ja passen? Falsch, Ijoma Mangold ist nämlich Afro-Deutscher. Der (Vor) Name Ijoma kommt, wie sein Vater, aus Nigeria und bedeutet in der Sprache Igbo soviel wie gute Reise, oder sei geschützt auf deinem Lebensweg. P.S. Nigeria ist übrigens eine ganz grosse Literaturnation (Wole Soyinka, Chinuan Achebe, u.v.m).
Jedenfalls haben sich besorgte Spiegel LeserInnen hilfesuchend an die Media Watch Organisation der braunemob gewandt, und diese hat, in einem unnachahmlich – unerreichbaren Schreibstil, der möglicherweise nicht von ungefähr an “Deutschland Schwarz Weiss” erinnert, einen Leserbrief an die Chefredaktion des Spiegels verfasst, dessen Lektüre ich Euch nur mal so als Tipp mitgeben darf: Macht helle Haut Journalisten unprofessionell?
Eine der wenigen Medien, die wirklich originäres Material zu Michael Jackson im Archiv haben – Interviews, Photos, Videos und Audio, ist das afro amerikanische Magazin EBONY. Im Dezember 2007 hatte Michael Jackson dem Magazin Ebony ein langes und sehr persönliches Interview gegeben, das eines seiner letzten längeren Interviews überhaupt sein dürfte.
Auf Youtube hat sich “MemoriesDreamer” die Mühe gemacht, eine Playlist mit mehr als 100 Interviewvideos, beginnend im Jahr 1970, zusammenzustellen. Hier der Link: http://www.youtube.com
Bei Enthüllungen langjähriger Freunde und Künstlerkollegen zu bisher noch unbekannten Details aus dem Leben des MJ ist der mediale Sättigungsgrad wohl mittlerweile erreicht. Trotzdem lesenswert ist der Bericht von Grace Rwaramba, die vor Jahrzehnten zum Studieren aus Ruanda in die USA zog, dann aber lange Jahre als Kindermädchen bzw. Mädchen für Alles bei Michael Jackson arbeitete, später gefeuert wurde. Grace Rwaramba im Interview in der Times Online (->”What nanny who worked for Michael Jackson saw“) bzw. in Auszügen auf Deutsch in der Welt ONLINE: “Jacksons Kindermädchen enthüllt tragische Details“. Warum das Interview mit Grace Rwaramba in Teilen, sagen wir mal, “kreativ erweitert” worden ist, und wie es überhaupt zu diesem Interview kam in: “Bloodsuckers and the world of michael jackson“.
Via Deutsche Welle: “Die meisten Medienberichte über Afrika, die Europa erreichen, kommen von europäischen Journalisten. Aber grade in Konfliktsituationen stoßen ausländische Journalisten oft an ihre Grenzen, sobald sie die Metropolen der Länder verlassen – sie sprechen die lokalen Sprachen nicht und kennen sich mit den Gegebenheiten auf dem Land nicht aus. [...] Read the rest of this entry »
Die ZEIT, eine überregionale Wochenzeitung mit liberal-akademischen Lesepublikum, bezeichnet einen 80jährigen schwarzen deutschen Überlebenden des KZ Buchenwalds, dessen schwarzer Vater im KZ Ausschwitz ermordert wurde, als “Neger von Buchenwald” (Printausgabe / 4.6.2009) .
Und das zum Anlass des Besuchs des schwarzen US Präsidenten Barack Obama in der KZ Gedenkstätte Buchenwald, der dort 6 Millionen Opfern des Rassenwahns deutscher Herrenmenschen gedenken möchte….
Die Zeit Print Ausgabe 04/2009 / Online abrufbar unter Genios
Pointer: Via Serienjunkies: Der amerikanische Medienjournalist Rick Porter (Zap2it) hat sich mal die Mühe gemacht, und die Zahlen für die neuen amerikanischen Fernsehserien zusammengetragen, die direkt im Herbst an den Start gehen[..]. Demnach haben die Broadcast-Networks 20 neue drehbuchbasierte Serien bestellt. Dafür wurden 135 Schauspieler als Hauptdarsteller verpflichtet[..].
Von diesen 135 sind 30 Angehörige von Volksgruppen, die in den Vereinigten Staaten als Minderheiten gelten: Afro-Amerikaner, Latinos, Asiaten oder Darsteller gemischter Herkunft. Das entspricht einem Anteil von 22 Prozent und liegt damit in der Nähe der 25 Prozent, die Minderheiten nach der letzten Volkszählung (2000) an der US-amerikanischen Gesamtbevölkerung ausmachen.
Von diesen 30 sind jedoch nur sehr wenige auch die Protagonisten ihrer Serien. Weiterlesen bei Serienjunkies
(c) Serienjunkies
Mit dabei Mark Medlock, Senna und als Laudatoren: Samy Deluxe, Felix Gerald Asamoah, Detlef D! Soost und ….Sandy Meyer-Wölden u.v.m. Alle Infos zum COMET 2009 gibt es hier bei VIVA. Read the rest of this entry »
Endlich mal ein belesener Mann. Ijoma Mangold, bzw. Ijoma Alexander Mangold, übernimmt zusammen mit Amelie Fried die Moderation des ZDF Literaturmagazins. Die neue Literatursendung startet Freitagabend am 10. Juli um 22.30 Uhr im ZDF und hat den Titel “Die Vorleser”.
Ijoma Mangold, geboren 1971 in Heidelberg. Sein Vater ist Nigerianer. Er studierte Literaturwissenschaft und Philosophie in München und Bologna / Italien. Danach arbeitete er bei der “Berliner Zeitung”, ab 2001 bei der „Süddeutsche Zeitung“ als Literaturredakteur, ab 1.4. wird er stellvertretender Feuilletonchef der „Zeit“. 2007 erhielt er den Berliner Preis für Literaturkritik und war TV Jurymitglied für den Ingrid Bachmann Preis. Seit 2008 ist er in Göttinger Gastprofessor für Literaturkritik am Seminar für Deutsche Philologie. Mehr im Tagesspiegel und in der Süddeutschen.
Das Video ist nicht mehr bei RTL abrufbar, sondern bei Clipfish (-> hier der Link). Laut Info des Streetworkers Thomas Sonnenburg lebt Cengiz jetzt in einer eigenen Wohnung in Berlin und beginnt gerade eine Lehre im Metallbau: Rückblickend auf die Zeit als Ausreiser meint er: “Man sollte nie den Respekt vor der Familie verlieren. Vergesst nie, wo ihr herkommt, wer ihr seid und wer sich die Mühe gemacht hat, das alles aufzuziehen”. (-> http://www.thomas-sonnenburg.de).
Manuela Ritz hat mit „Die Farbe meiner Haut“ ihre Autobiographie verfasst. Sie erscheint im April im Herdter Verlag. Bzw. ist jetzt erschienen. Mehr Infos im Blog des braunen mobs e.V.
Termin: Aus dem Programmhinweis: In Meißen wird ManuEla Ritz 1969 geboren, als Kind deutsch-kenianischer Eltern und zur Adoption freigegeben. Bis zu Ihrem 19. Lebensjahr lebt sie in Mügeln, jener sächsischen Kleinstadt, die durch die Hetzjagd auf Inder 2007 in die Schlagzeilen geriet. „Geh dich mal waschen, du bist dreckig!“ gehört in ihrer Kindheit noch zu den harmloseren Beschimpfungen, denen sie ständig ausgesetzt ist. ManuEla Ritz macht eine Ausbildung zur Krippenerzieherin und später das Diplom zur Sozialpädagogin und Sozialarbeiterin. Von 1988 bis 1994 arbeitet sie als Pädagogin in Kinderkrippen in Sachsen und Berlin, ist 1996 Streetworkerin bei „boys Society“ in Freetown in Sierra Leone/ Westafrika. Anschließend arbeitet sie in Berlin als Elternberaterin in einer interkulturellen Familienberatungsstelle des DRK, ist freiberufliche Familienhelferin für afrikanisch-deutsche Familien, Beraterin und Projektmanagerin im Antidiskriminierungsbüro von Caritas e.V. Köln.
In dem Dokumentarfilm “Black Deutschland” stellt Oliver Hardt eine intime Studie über das Denken und Fühlen einer gar nicht so kleinen Minderheit in Deutschland dar. Der Filmautor porträtiert schwarze Kulturschaffende. Auf emotionale Weise, aber dennoch reflektiert und humorvoll, vermitteln sie eine Idee, was es heißt, als Nicht-Weißer in einer Gesellschaft zu leben, die sich als “weiß” definiert. Mitwirkende im Film sind u. a. Darius James, Sam Meffire, Tyron Ricketts, Noah Sow und Vincent Mewanu. …
Freitag abend spricht Charly Huber (Krimiserie “Der Alte”) über seine Lebensgeschichte als senegalesischer Niederbayer und die Suche nach seiner afrikanischen Familie….17.04.2009 | 23.30 Uhr im Bayrischen Fernsehen / Sendung Unter 4 Augen.
via afrikanet.info Die Reisebürokette STA TRAVEL wirbt unter dem Motto “Schau der Welt ins Gesicht” aktuell im Internet für ihr Reiseangebot. Dabei werden People of Color porträtiert und mit “gängigen” Klischees assoziiert, um Interessenten zur Buchung von Fernreisen zu animieren. So wird zum Beispiel einem asiatischen Menschen das Motto Entspannung zugeordnet. Ins rassistisch-beleidigende kippte die Kampagne beim Thema “Safari in Afrika”: Afrikaner wurden als “Wilde Menschen” / “Gesichter der Wildnis” dargestellt. Der Verein M-MEDIA protestierte dagegen beim Österreichischen Werberat und bekam Recht. Weiterlesen im afrikanet.
Fotos (c) Sta travel
Pointer: In der BZ recherchiertMarvin Oppong den kolonialen Bezug der Formulierung “Ein Platz an der Sonne”: Seit Jahren wirbt die ARD-Fernsehlotterie mit ihrem Titel “Ein Platz an der Sonne” kurz vor der “Tagesschau” um 20 Uhr. … Doch das Bild vom “Platz an der Sonne”, das die ARD seit 1956 Read the rest of this entry »
Pierre Geisensetter moderiert für das ZDF die Sendung “Leute heute (LH)” und war – sehr elegant im schwarzen Frack und Fliege – bei der Verleihung der Oscars 2009 “ganz nah dran an den Hollywood-Stars …den Oscars und den Partys” (ZDF). Zumindest ist er so ehrlich und gibt zu, das er zwar am roten Teppich anmoderierte, aber auch keine Karten für die Oscar Verleihung hatte und das Geschehen auf TV Screens auf einer Oscar Party in L.A. verfolgen musste bzw. durfte. (=> im Chat). Zur Sendung Leute heute Oscar-Spezial.
Brothers Keepers Blog: Unserer Meinung nach zeugt die Karikatur ganz einfach einmal mehr von den “unbewussten” Rassismen, durch die die Gesellschaft(en) heutzutage noch immer durchzogen ist/sind. Ein Schwarzer US-Präsident ist faktisch kein Beleg dafür, dass Rassismus nun endlich “überwunden” ist. Offensichtlich dient er aber als Steilvorlage um entsprechende “Traditionen” öffentlich auszuleben. Reflektion ist etwas anderes und die Reaktion der NY Post leider ein typischer Abwehrmechanismus.
Pointer: Via Korientation: In der deutschen Medienwelt gehören JournalistInnen mit Migrationshintergrund einer Minderheit an. Die Initiative Neue deutsche Medienmacher will dies unter anderem durch Nachwuchsförderung ändern. Am 28. November 2008 gründete sich die Initiative Neue Deutsche Medienmacher, der erste bundesweite Zusammenschluss von JournalistInnen mit Migrationshintergrund. Er ist unabhängig, nationalitäten- und konfessionsübergreifend und dient als Interessenvertretung für JournalistInnen “mit dem großen M.” Die Mitglieder eint das Ziel, die Vielfalt der Einwanderungsgesellschaft in der Berichterstattung besser wiederzugeben – auch in den Redaktionsräumen. Denn obwohl jede/r fünfte EinwohnerIn im Land einen sogenannten Migrationshintergrund hat, gilt das nur für jede/n fünfzigste/n JournalistIn.
“In deutschen Redaktionen herrscht eine Monokultur”, sagt Marjan Parvand, Redakteurin bei der ARD-Tagesschau, “als Initiative von unten wollen wir das ändern”. JournalistInnen nichtdeutscher Herkunft in den Redaktionen: das müsse endlich eine Selbstverständlichkeit und Normalität werden.
“Rassismus ist ein Thema, das medial ignoriert wird. Angehen können wir weißen Deutschen es nur, indem wir einmal nicht Gerald Asamoah fragen, wie das so ist mit den Urwaldgeräuschen im Stadion oder indem wir einmal nicht in ostdeutschen Plattenbausiedlungen nach Nazis suchen, sondern indem wir weißen Deutschen endlich einmal anfangen, über uns selbst nachzudenken.” schreibt Matthias Dell im freitag unter dem Titel “Wir unverkrampften Rassisten” über die merkwürdige Ignoranz, mit der in Deutschland selbst die gesellschaftliche Mitte über Diffamierung anderer Menschen nicht diskutieren will – (und hier hätte ich gerne ein Video von Noah Sow bei Bettina Böttinger’s Talk Show “Kölner Treff” als visuelle Show Case eingefügt…) …
Und weiter: “Es ist – entgegen einem landläufigen Vorurteil (“Man weiß ja gar nicht mehr, was man noch sagen darf”) – nämlich nicht so, dass es das Wissen über nicht-diffamierende Bezeichnungen nicht gibt: Das alles ist vielfach erklärt und beschrieben worden, und wer sich als weißer Deutscher darüber informieren möchte, was rassistische Sprechweisen sind, der findet Bücher und Internetseiten (derbraunemob.de). Das Wissen ist da, es will nur häufig nicht gewusst werden. Über diese merkwürdige Ignoranz muss geredet werden, wenn wir über einen (verbalen) Rassismus in Deutschland sprechen, von dem ein großer Teil der gesellschaftlichen Mitte in Deutschland nicht lassen will.” Unbedingt weiterlesen
Termin: Die Mitmach – Radiosendung «Hallo Ü-Wagen» von WDR 5 geht am Samstag, 17. Januar, um 11.05 Uhr live vom Aachener Markt in Aachen auf Sendung. Mit Gäste und Fachleute kann über das Thema «Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft? Obama und die Deutschen» diskutiert werden. Rege Publikumbeteiligung ist erwünscht!
Termin: Täglich grüßt das Murmeltier”!? Das Vorkommen von rassistischen Vorurteilen, Wörtern und Klischees in der deutschen Presse verwundert heutzutage wohl kaum noch. Gerade deshalb bleibt es weiterhin anklagenswert! Es sollen an dem Tag Veränderungsmöglichkeiten erarbeitet werden. Dies wird umso erfolgreicher, je mehr kritische LeserInnen und Medienschaffende sich beteiligen.
[ND] »Mängel im Paradies« Kritische Anmerkungen zum Afrika-Bild im deutschen Fernsehen: Das Fernsehen zeigt Afrika meist nur aus zwei Perspektiven: Als Armutshölle oder Romanzenkulisse. Deutsche wie Christine Neubauer in »Afrika im Herzen« (heute, 22.12., 20.15 Uhr, ARD) verkörpern diesen Philorassismus als selbstlose Helfer im Kreise folkloristischer Eingeborener.
Lesetipp
So schreiben Sie über Afrika: Eine Anleitung Deutsche Übersetzung
How To Write About Africa Original (Granta 2007)
Binyavanga Wainaina, Jg. 1971, ist kenianischer Schriftsteller und Journalist. Er ist Gründer und Leiter der Literaturzeitschrift Kwani
Denkt er ans Image seiner Heimat in den Medien, flüchtet sich Binyavanga Wainaina gern in Galgenhumor. »Zeigen Sie niemals das Bild eines modernen Afrikaners«, rät der kenianische Schriftsteller in einer Anleitung zum Korrespondentenbericht. »Verwenden Sie stattdessen: eine Kalaschnikow, hervortretende Rippen, nackte Brüste.« Außerdem sei Afrika stets als Gebiet zu schildern, in dem Wetter, Kriege und Tiere, Rhythmus, Riten, Krankheit, Tod und Misserfolg regieren.
Eine Veranstaltung von Visiones e.V., AMIGRA und Adefra München mit Vorträgen, Workshops und Plenum zu “Mechanismen und Auswirkungen von Rassismus in den Medien und in der Schule” . Noah Sow hält einen Vortrag zur rassistischen Traditionen in Werbung und medialer Öffentlichkeit, Workshops zum Thema Rassismus in der Schule mit der Literaturwissenschaftlerin Modupe Laja und zum Thema Minoritäten und Medien mit der Dipl. Journalistin Nadja Ofuatey-Raha. Anschliessendes Kulturprogramm mit Magda Agudelo.
von Dennis Kazooba: Darauf schien man nur gewartet zu haben. Jedenfalls lässt die Hysterie, mit der sich die deutschen Medien auf den tragischen Tod des österreichischen Ex-Fußballers Peter Burgstaller gestürzt haben, nur schwerlich andere Schlüsse zu. Unter dem Mäntelchen der WM-Auslosung ist die zentrale Botschaft der Sport-Seiten am heutigen Montag: Man muss als Besucher Südafrikas damit rechnen, Opfer eines Verbrechens zu werden und es ist deshalb mithin unverantwortlich, in diesem Land in wenigen Jahren eine Fußball-Weltmeisterschaft auszurichten. So toll wie die in Deutschland kann sie ja nicht werden.
Yared Dibaba, 38, wird Eva Herman als Moderator der NDR Sendung “Talk mit Tietjen” ersetzen. Die erste Sendung mit ihm wird am 12. Oktober ausgestrahlt. Ob die Sendung, die ursprünglich Herman & Tietjen hiess, nun in Dibaba & Tietjen umbenannt wird, ist nicht bekannt.
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