
Rea Brändle liest aus ihrem Buch über Nayo Bruce – Geschichten einer afrikanischen Familie in Europa. Die Veranstaltung wird umrahmt von Musik des togoischen Sängers Joe Kiki: Europa am Anfang des 20. Jahrhunderts: Ein Afrikaner aus Aného (Togo), Schausteller von Beruf und nicht mehr ganz jung, zieht mit seinen vier Ehefrauen und einer Showtruppe durch das Europa. Nayo Bruce gelingt es, sich von seinem deutschen Impresario zu befreien und das Unternehmen selbstständig zu führen.
Auf dieser über zwanzig Jahre dauernden Reise werden dreizehn Kinder geboren. Einige von ihnen sind mit der Truppe unterwegs, andere wachsen bei wohlhabenden Pflegeeltern oder in christlichen Heimen auf.
Nayo Bruce trat auch in Düsseldorf auf und zwei seiner Kinder wuchsen hier auf. Nationalsozialismus, Kommunismus und afrikanische Befreiungsbewegungen hinterlassen in ihren Lebensläufen Spuren.
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Buchreview von Rosa Fava zu Raffael Scheck, Hitlers afrikanische Opfer in hagalil.com.
„Ihr habt ja auch Bayern unter euch“, lautete die Antwort eines französischen Soldaten auf den Vorwurf eines bayerischen Soldaten, der sich über die „Buntheit“ des französischen Heeres ausgelassen hatte. Mit solchen Zeugnissen belegt Raffael Scheck den Kontrast in den Anschauungen zwischen der Bevölkerung Deutschlands und des kolonialen Frankreichs im Zweiten Weltkrieg…
Mindestens 3000 Soldaten im Dienste Frankreichs wurden nach der am 10. Mai gestarteten Offensive gegen Frankreich Ende des Monats und Anfang Juni 1940 von deutschen Soldaten und Offizieren nach ihrer Gefangennahme ermordet, weil sie Schwarze waren. Sie gehörten zu den Einheiten aus den afrikanischen und karibischen Kolonien Frankreichs, die teilweise freiwillig, teilweise unter Zwang rekrutiert worden waren.
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Termin: Aus dem Programm: “No men ever entered earth more honorably than those who died in Spain” – mit diesen Worten beendete Ernest Hemingway eine Hommage an die US-AmerikanerInnen, die im Spanischen Bürgerkrieg (1936-1939) im Kampf gegen Franco, Hitler und Mussolini ihr Leben ließen. Ca. 2800 junge Amerikaner und Amerikanerinnen machten Ende der 1930er Jahre die Reise über den Atlantik um in den Internationalen Brigaden der republikanischen Armee zu kämpfen, ungefähr die Hälfte kehrte nicht zurück. Die Männer und Frauen waren zum größten Teil Mitglieder der Kommunistischen Partei der USA und in den Jahren der “Great Depression” in Gewerkschaftskämpfen in den amerikanischen Metropolen politisch aktiv geworden. Die meisten hatten europäische und jüdische Wurzeln, doch unter den Freiwilligen waren auch über 80 AfroamerikanerInnen – in der Lincoln Brigade kommandierten schwarze Amerikaner Weiße, zehn Jahre bevor in der US-Armee die Segregation aufgehoben wurde.
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Wie jetzt erst durch eine Bericht der Süddeutsche Zeitung am 5.6. bekannt wird, wurde einem schwarzen Überlebenden des Holocausts die Teilnahme an der Veranstaltung zum Obama-Besuch im KZ Buchenwald verweigert. Gert Schramm überlebte als 16 Jähriger im KZ Buchenwald nur mit viel Glück . Sein Vater, ein damals in Deutschland lebender Afro-Amerikaner aus den USA, wurde in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert und dort ermordert.
SZ: “Weil er mit der Leitung der Gedenkstätte (Link: http://www.buchenwald.de ) über Kreuz liegt, habe er auch keine Einladung zum Obama-Besuch in Buchenwald erhalten, sagt Schramm der Süddeutschen. Und weiter “die Verärgerung ist ihm anzumerken. Inzwischen hat eine große Boulevard-Zeitung von der Causa Wind bekommen….” *.
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SZ: Buchenwald, 13. April 1945: Als Gert Schramm die ersten Amerikaner sieht, traut er seinen Augen nicht. Zwei Tage, nachdem Häftlinge die Kontrolle über das Konzentrationslager übernommen hatten, rückt eine Kompanie des 317th Infantry Regiment ein, auch Soldaten mit dunkler Hautfarbe. “Ick habe Bauklötze jestaunt”, sagt Schramm – und die Amerikaner haben “zurückjestaunt”: Vor ihnen steht ein 16-jähriger Junge mit dunkler Hautfarbe. Gert Schramm, der einzige afrodeutsche Häftling in Buchenwald.
Franziska von Kempis und Oliver Das Gupta haben für die Süddeutsche Zeitung mit Gert Schramm geprochen. Weiter zum Artikel
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Termin:Den Black History Month geht man in Hannover mit der UNESCO-Ausstellung, einer Fachtagung “Sklaverei und Sklavenhandel-Geschichte”, mehreren Filmvorführung und Workshops an, organisiert vom Freundeskreis Tambacounda e.V. . Read the rest of this entry »
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Bielefeld? Bielefeld liegt irgendwo am Rande von NRW, östlich, irgendwo dort, wo es Städte gibt, die Lippe, Paderborn, Lemgo, Höxter oder so ähnlich heissen. Orte, die jeder Afro, denkt man, eigentlich sobald sie/er 17 und 1/2 ist, fluchtartig verlassen müsste. Alles falsch:
Am 20. März wird in Bielefeld die Ausstellung Homestory Deutschland – Schwarze Biografien in Geschichte und Gegenwart eröffnet, begleitet durch ein vierwöchiges, in NRW einmaliges Rahmenprogramm zur Schwarzen Deutschen Bewegung und Schwarzem Bewusstsein: Filme, Lesungen, Vorträge, Musik und Party – dabei sind u.a. Theodor Wonja Michael, Sheila Mysorekar aus Köln, Adé Bantu von den Brothers Keeper, Joshua Kwesi Aikins, Grada Kilomba und Noah Sow.
Flyer zum weiterreichen: Homestory-Flyer.pdf
Rahmenprogramm: Rahmenprogramm.pdf
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11. November 2007 • 17:01
Termin: Lesung: Marianne Bechhaus-Gerst:Treu bis in den Tod. Von Deutsch-Ostafrika nach Sachsenhausen. Eine Lebensgeschichte
. Die Lebensgeschichte des “Askari” Mahjub bin Adam Mohamed (alias Mohamed Husen: Der Sudanese Mahjub bin Adam Mohamed ließ sich 1914 als Söldner der Kolonialtruppe in Deutsch-Ostafrika, dem heutigen Tansania, anwerben. 1930 kam er als Kolonialmigrant nach Deutschland. Er spielte in den dreißiger Jahren kleinere Rollen in mehr als 20 Spielfilmen. Trotz der Bedrohung durch das nationalsozialistische Regime blieb er im Land. 1941 wurde der Unbequeme zum Schweigen gebracht, indem man ihn ohne Prozess in das KZ Sachsenhausen einwies, wo er drei Jahre später starb.
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