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Düsseldorf: Rea Brändle: Nayo Bruce – Geschichten einer afrikanischen Familie in Europa 8.9.

black-frontblack-backRea Brändle liest aus ihrem Buch über Nayo Bruce – Geschichten einer afrikanischen Familie in Europa. Die Veranstaltung wird umrahmt von Musik des togoischen Sängers Joe Kiki: Europa am Anfang des 20. Jahrhunderts: Ein Afrikaner aus Aného (Togo), Schausteller von Beruf und nicht mehr ganz jung, zieht mit seinen vier Ehefrauen und einer Showtruppe durch das Europa. Nayo Bruce gelingt es, sich von seinem deutschen Impresario zu befreien und das Unternehmen selbstständig zu führen.

Auf dieser über zwanzig Jahre dauernden Reise werden dreizehn Kinder geboren. Einige von ihnen sind mit der Truppe unterwegs, andere wachsen bei wohlhabenden Pflegeeltern oder in christlichen Heimen auf.

Nayo Bruce trat auch in Düsseldorf auf und zwei seiner Kinder wuchsen hier auf. Nationalsozialismus, Kommunismus und afrikanische Befreiungsbewegungen hinterlassen in ihren Lebensläufen Spuren.

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Rosa Fava: Hitlers afrikanische Opfer

scheckBuchreview von Rosa Fava zu Raffael Scheck, Hitlers afrikanische Opfer in hagalil.com.

„Ihr habt ja auch Bayern unter euch“, lautete die Antwort eines französischen Soldaten auf den Vorwurf eines bayerischen Soldaten, der sich über die „Buntheit“ des französischen Heeres ausgelassen hatte. Mit solchen Zeugnissen belegt Raffael Scheck den Kontrast in den Anschauungen zwischen der Bevölkerung Deutschlands und des kolonialen Frankreichs im Zweiten Weltkrieg…

Mindestens 3000 Soldaten im Dienste Frankreichs wurden nach der am 10. Mai gestarteten Offensive gegen Frankreich Ende des Monats und Anfang Juni 1940 von deutschen Soldaten und Offizieren nach ihrer Gefangennahme ermordet, weil sie Schwarze waren. Sie gehörten zu den Einheiten aus den afrikanischen und karibischen Kolonien Frankreichs, die teilweise freiwillig, teilweise unter Zwang rekrutiert worden waren.

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Vortrag: Die Abraham Lincoln Brigade im Spanischen Bürgerkrieg und danach, Köln 19.6.

Termin: Aus dem Programm: “No men ever entered earth more honorably than those who died in Spain” – mit diesen Worten beendete Ernest Hemingway eine Hommage an die US-AmerikanerInnen, die im Spanischen Bürgerkrieg (1936-1939) im Kampf gegen Franco, Hitler und Mussolini ihr Leben ließen. Ca. 2800 junge Amerikaner und Amerikanerinnen machten Ende der 1930er Jahre die Reise über den Atlantik um in den Internationalen Brigaden der republikanischen Armee zu kämpfen, ungefähr die Hälfte kehrte nicht zurück. Die Männer und Frauen waren zum größten Teil Mitglieder der Kommunistischen Partei der USA und in den Jahren der “Great Depression” in Gewerkschaftskämpfen in den amerikanischen Metropolen politisch aktiv geworden. Die meisten hatten europäische und jüdische Wurzeln, doch unter den Freiwilligen waren auch über 80 AfroamerikanerInnen – in der Lincoln Brigade kommandierten schwarze Amerikaner Weiße, zehn Jahre bevor in der US-Armee die Segregation aufgehoben wurde.
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Vortrag / Lesung: Schwarze Häftlinge und Kriegsgefangene in deutschen Konzentrationslagern, Hannover, 12.6.

United States Holocaust Memorial MuseumTermin: Die Asta der Uni-Hannover in Kooperation mit dem afrikanischen Verein Arma e.V. und dem  Afrikanischem Landesverbands Nord e.V. (ADL NORD) lädt zu einer Veranstaltung zum aktuellen Thema “Schwarze Häftlinge und Kriegsgefangene in deutschen Konzentrationslagern” am 12.06.2009 ins Cafe Kargha nach Hannover ein. Aliou Sangare liest aus dem Buch von Serge Bile “Das schwarze Blut meiner Brüder. Vergessene Opfer des Nationalsozialismus” und trägt Gedichte / Spoken Words zur Erinnerung an die afrikanischen Kriegsgefangenen aus dem Senegal, den  “Tirailleurs“, vor. Die Veranstaltung findet im Rahmen des  Festival contre le racisme (8. – 13. Juni) statt.

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Schwarzem Holocaust-Überlebenden wurde Teilnahme am Obama-Besuch verweigert

Wie jetzt erst durch eine Bericht der  Süddeutsche Zeitung am 5.6. bekannt wird, wurde einem schwarzen Überlebenden des Holocausts die Teilnahme an der Veranstaltung zum Obama-Besuch im KZ Buchenwald verweigert. Gert Schramm überlebte als 16 Jähriger im KZ Buchenwald nur mit viel Glück . Sein Vater, ein damals in Deutschland lebender Afro-Amerikaner aus den USA, wurde in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert und dort ermordert.

SZ: “Weil er mit der Leitung der Gedenkstätte (Link: http://www.buchenwald.de ) über Kreuz liegt, habe er auch keine Einladung zum Obama-Besuch in Buchenwald erhalten, sagt Schramm der Süddeutschen.  Und weiter “die Verärgerung ist ihm anzumerken. Inzwischen hat eine große Boulevard-Zeitung von der Causa Wind bekommen….” *.

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SZ: Gert Schramm – Der Schwarze, der Buchenwald überlebte

SZ: Buchenwald, 13. April 1945:  Als Gert Schramm die ersten Amerikaner sieht, traut er seinen Augen nicht. Zwei Tage, nachdem Häftlinge die Kontrolle über das Konzentrationslager übernommen hatten, rückt eine Kompanie des 317th Infantry Regiment ein, auch Soldaten mit dunkler Hautfarbe. “Ick habe Bauklötze jestaunt”, sagt Schramm – und die Amerikaner haben “zurückjestaunt”: Vor ihnen steht ein 16-jähriger Junge mit dunkler Hautfarbe. Gert Schramm, der einzige afrodeutsche Häftling in Buchenwald.

Franziska von Kempis und Oliver Das Gupta haben für die Süddeutsche Zeitung mit Gert Schramm geprochen. Weiter zum Artikel

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A Black German Survivor of the Holocaust & Barack Obama by John A. Kantara

Kantara’s World: For  our  English and Dutch readers:  here is a pointer to an article by John Kantara titled “A Black German Survivor of the Holocaust & Barack Obama”.

Die deutsche Version des Artikels ist ebenfalls abrufbar unter Ein Afro-Deutscher im KZ-Buchenwald & Barack Obama.

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Schwarze Häftlinge in den Konzentrationslagern der Nationalsozialisten


via salzburg.com: Ängstlich schaut der Mann in die Kamera. Er steht vor der weiß lackierten Eingangstür einer Holzbaracke, trägt eine schwarze Hose und ein Sakko, das an eine Dienerjacke erinnert und ihm sichtlich zu eng ist. „Erkennungsdienst. Eintritt streng verboten“ steht auf einem kleinen Schild neben der Tür. „Das auf dem Foto ist Carlos Grey Key“, sagt Stephan Matyus, Leiter des Fotoarchivs der KZ-Gedenkstätte Mauthausen, das sich im siebten Stock des Innenministeriums in der Wiener Innenstadt befindet.

Key war einer der wenigen schwarzen Häftlinge in den Konzentrationslagern der Nationalsozialisten. Deren Schicksal wurde bisher kaum wissenschaftlich untersucht.Wie viele Menschen schwarzer Hautfarbe während der Zeit des Naziregimes und des Zweiten Weltkrieges in Arbeits- und Konzentrationslager deportiert wurden, ist bis heute umstritten. „In der Fachliteratur geistert eine Zahl von rund 2.000 herum. Weiterlesen in salzburg.com

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Bremen: Einweihung des Mahnmals für die Opfer des Völkermords an den Herero und Nama in Namibia,22.5.

Am Freitag, den 22.5. / 17.00-18.00 Uhr wird in Bremen ein Mahnmal für die Opfer des Völkermords durch deutsche Kolonialisten an den Herero und Nama in Namibia eingeweiht. Organisatoren sind u.a. Thomas Gatter, Leiter Bremer Afrika-Archiv, Dr. Reinhard Loske, Umweltsenator Bremen und Ralph Saxe, Vorsitzender Verein Der Elefant Bremen
Adresse: Hermann-Böse-Str. (210 / R87 / Stadtplan), Bremen.

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TV Tipp: Hitlers Gräueltaten an schwarzen Soldaten. ZDF. 22.5.

Freitag  22.5.2009, ZDF Aspekte 22.30 Uhr:  Der Historiker Raffael Scheck über die afrikanischen Opfer der Wehrmacht: Eine durch “Wilde” degenerierte Armee, die nicht würdig sei, gegen die Deutschen zu kämpfen – so hetzte die NS-Propaganda während des Zweiten Weltkrieges gegen die Franzosen, in deren Reihen afrikanische Soldaten kämpften. Es blieb nicht bei bloßen Worten. Wehrmacht und SS brachten systematisch schwarze Soldaten um. Sie machten keine schwarzen Gefangenen – sie erschossen sie in Massakern.

Buch zur Sendung: Raffael Scheck: Hitlers afrikanische Opfer – Die Massaker der Wehrmacht an schwarzen franz. Soldaten

Lesereinsendung: jdramiga / claudia

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“Ein Platz an der Sonne” für Deutschland – Kolonialschlachruf als Motto der ARD-Fernsehlotterie

Pointer: In der BZ recherchiert Marvin Oppong den kolonialen Bezug der Formulierung “Ein Platz an der Sonne”: Seit Jahren wirbt die ARD-Fernsehlotterie mit ihrem Titel “Ein Platz an der Sonne” kurz vor der “Tagesschau” um 20 Uhr. … Doch das Bild vom “Platz an der Sonne”, das die ARD seit 1956 Read the rest of this entry »

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Hannover: Ausstellung “Lest we forget: The Triumph over Slavery”

Termin:Den Black History Month geht man in Hannover mit der UNESCO-Ausstellung, einer Fachtagung “Sklaverei und Sklavenhandel-Geschichte”, mehreren Filmvorführung und Workshops an, organisiert vom Freundeskreis Tambacounda e.V. . Read the rest of this entry »

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Buchtipp: Raffael Scheck: Hitlers afrikanische Opfer – Die Massaker der Wehrmacht an schwarzen franz. Soldaten

Die ab März auch in deutsch vorliegende Untersuchung “Hitlers afrikanische Opfer” (in engl. Hitler’s African Victims- The German Army Massacres of Black French Soldiers in 1940) belegt erstmals detailliert, dass die Wehrmacht im Mai und Juni 1940 Massaker an ca. 1.500 schwarzen Soldaten und Kriegsgefangenen verübte, die in der französischen Armee gekämpft hatten, und zeigt auf, wie weit die Nazifizierung der Truppe bereits zu diesem Zeitpunkt fortgeschritten war.

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Nicht aus Siebenbürgen! Spätaussiedler aus Togo soll abgeschoben werden

24.12.2008 (jh) Gerson Liebl – er ist Spätaussiedler, lebt seit 18 Jahren in Deutschland. Der inzwischen 46-jährige Enkel eines Bayern möchte endlich seinen Deutschen Pass haben. Bekommt ihn jedoch nicht. Nach einigen Tagen im Abschiebegefängnis Berlin-Grünau wurde er vergangene Woche nach Regensburg verlegt. Mit ihm bangen seine Frau Ginette und der achtjährige Junge Gergi.

Alle drei sind dunkelhäutig – dunkelhäutige Spätaussiedler. Nicht aus Russland! Da hätten sie die Probleme nicht. Vielleicht wäre für die Liebls alles viel einfacher gewesen, wenn Gerson an der Wolga oder in Siebenbürgen aufgewachsen wäre. Nein, sie kommen aus Togo in Westafrika.

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Videodokumentation: Grabstätte von Anton Wilhelm Amo

In Shama / Ghana, am Grab des afro-deutschen Philosophen und Hochschullehrers Anton Wilhelm Amo (1703-1784(?)), haben die Moderatorin und Filmemacherin Mo Asumang (“Roots Germania”) und der Journalist John Amoateng Kantara ein kurzes Video gedreht. Anlass ihrer gemeinsamen Arbeitsreise nach Ghana war die Film- und Vortragsreihe “Afro-German: How do I see myself” in Accra. (via Blog: http://www.kantara.de).

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Podcast: Köln galt als Kolonialmetropole des Westens

Köln galt als Kolonialmetropole des Westens. In der Stadt – die einst selbst “Colonia” des römischen Reiches war – wurden vor mehr als 100 Jahren Menschen aus entfernten Ländern in Völkerschauen gezeigt, kam es 1888 zur Gründung des Afrika-Vereines deutscher Katholiken und fristeten afrikanische Kriegsgefangene des 1. Weltkriegs ihr Dasein. Schulkinder entschuldigten das Fehlen ihrer Hausaufgaben mit dem Satz „Wir haben in der Promenade Singhalesen gespielt“. Straßennamen wie Togo-Straße und Namibia-Straße zeugen noch heute von dem kolonialen Gedanken. WDR5 / Scala zeichnet ein Bild dieser Zeit voller Vorurteile und fragt nach den Auswirkungen auf unsere heutigen Vorstellungen vom Anderen, u.a. bei Theodor Wonja Michael, geb. 1925 als eines Kameruner Kolonialmigranten und dessen deutscher Ehefrau. Anlass ist die Ausstellung „Köln postkolonial“ im Kölner Stadtmuseum.

Wenn es interessiert, der Beitrag findet sich unter: Podcast: Köln als Kolonialmetropole bzw. als Manuskript Dokumentation (PDF) (Autor/in: Berit Hempel Redaktion: Verena Lutz, WDR 5 Scale, 24.11.2008)

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Ausstellung Köln Postkolonial – “Erinnerungsarbeit” zum Thema Kolonialismus ab 22.11.

Köln (ddp-nrw). Den Auswirkungen der Kolonialzeit in Köln geht eine Ausstellung im Kölnischen Stadtmuseum vom 22. November bis 21. Februar 2009 nach. Es handelt sich um ein Projekt des Kölner Vereins «KopfWelten – gegen Rassismus und Intoleranz e.V.» und Studenten der Afrikanistik der Kölner Universität in Kooperation mit dem Stadtmuseum. In der Schau informieren zahlreiche bebilderte Tafeln, Objekte aus der Kölner Kolonialgeschichte sowie Film- und Tonaufnahmen über ein weitgehend unbekanntes Stück Stadtgeschichte.

Die Initiatoren ergründen unter anderem, wie das Kölner Afrika-Viertel und der Taku-Platz zu ihrem Namen kamen und präsentieren Recherchen, wonach zahlreiche Kölner Familien und Unternehmen an kolonialen Ausbeutungsprojekt des Deutschen Reichs beteiligt waren.

Ob und in welchem Umfang die Ausstellung schwarzer und afrikanischer Geschichte einen Raum gibt (z.B. afrikanischen Kolonialimmigranten in Köln, afrikanische Kriegsgefangene, dem Sterilisationsbefehl gegen Schwarze Deutsche, etc.), bleibt noch durch einen Besuch der Ausstellung zu klären (Update folgt).

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Terfa Dibaba: Die Oromo’s – Ausstellung im Werler Museums Forum der Völker

Terfa Dibaba --- ORA Oromo Relief Association in der Bundesrepublik Deutschland e.V. Ströhenweg 14 27753 Delmenhorst Tel: 04221-55059 (Hilfsorganisation des Oromo-Volkes)

Terfa Dibaba hat am 30. Oktober, im Rahmen der Werler Gespräche, über das Volk der Oromo berichten, dem auch eine Ausstellung (noch bis zum 15. November 2008) im Werler Museums Forum der Völker gewidmet ist. Terfa Dibaba von Beruf Pädagoge, studierte in Göttingen und Osnabrück. Februar 1979 musste er mit seiner Familie aus Oromia fliehen. Seither lebt er in Deutschland. 1985 gründete Terfa Dibaba mit deutschen Freunden die Hilfsorganisation der Oromo Relief Association (H-ORA).

(Anm.: Terfa Dibaba ist übrigens der Vater des NDR Moderators und Schauspielers Yared Terfa Dibaba … und von Benjamin Dibaba)

Zur Ausstellung: Die Ausstellung berichtet auf 22 Bildtafeln von: der Geschichte der Oromo; Eroberung, Unterdrückung und Widerstand; der traditionellen Einteilung der Zeit; den Landschaften in Oromiyaa; Subsistenzwirtschaft, Handel und Handwerk; der ökonomischen Situation Oromiyaas; dem traditionellen Glauben an Waaqayyo; der Arbeit der Oromo Relief Association; den Religionen in Oromiyaa; dem Lebensweg dreier Frauen. Weitere Informationen: www.Forum-der-Voelker.de
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Literatur: Von Soliman zu Omofuma. Afrikanische Diaspora in Österreich 17. bis 20. Jahrhundert

Mit einer systematischen historischen Aufarbeitung afrikanischer Migration in Österreich vom 17. bis zum 20. Jahrhundert wagt Walter Sauer, Wiener Sozialhistoriker, einen nach eigener Darstellung ambitionierten und kaum zuvor verwendeten Ansatz, der in einer Linie mit der jüngst etablierten Geschichtsschreibung afrikanischer Diaspora steht. Fachlich angesiedelt zwischen der Geschichte Afrikas und der Globalgeschichte gibt das Buch einen Einblick in die lange und bedeutungsvolle Tradition afrikanischer Migranten in Österreich und deren Verwurzelung innerhalb der österreichischen Gesellschaft. Es enttarnt historisch gewachsene abwertende Klischees gegen AfrikanerInnen und entkräftet unreflektiert übernommene stereotype Betrachtungsweisen. Erklärtes Ziel des Werkes ist es, durch die Analyse von Ursachen und Verläufen afrikanischer Migration nach Österreich und durch die Darstellung von Integrations- und Diskriminierungsmechanismen, ein besseres afrikabezogenes Verständnis im Österreich der Gegenwart zu erzeugen.

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Video / Interview mit Theodor Wonja Michael

Theodor Wonja Michael im Interview anlässlich der Ausstellung Homestory Deutschland, in der auch ein Porträt von ihm zu finden ist.

Theodor Wonja Michael wurde 1925 in Berlin als jüngster Sohn des Kameruner Kolonialmigranten Theophilius Wonja Michael und dessen deutscher Ehefrau geboren. Seine Mutter stirbt bereits 1926. Er wächst als Halbwaise bei Pflegeeltern auf, die Betreiber einer Völkerschau sind und ihn dort ab 1927, zweijährig, als Komparsen einsetzen. 1934 stirbt sein Vater und die Geschwister werden getrennt. 1939 Abschluss der Volksschule. Eine Ausbildung kann er aufgrund der Nürnberger Rassengesetze nicht aufnehmen.

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Film: Blacks in Nazi Camps (Noirs dans les camps Nazis)

Director Serge Bile, a journalist and producer of documentaries, visited Yorkwoods Theater on February 22, 2007 to screen his 1994 film Blacks in Nazi Camps (Noirs dans les camps Nazis).  Reporter Sabrina Gopaul interviews Serge about the importance of his film and his inspiration for making it.

Quelle: Serge Bile Interview 2007. Directed by Paul Nguyen, Reporter Sabrina Gopaul. Release date: Feb. 23, 2007

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Gert Schramm – ein Mann den Obamas Onkel aus dem Nazi KZ befreite

In einer Rede anlässlich des Memorial Days erinnerte Barack Obama an die Befreiung der deutschen Konzentrationslager, und hatte dabei das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz mit dem KZ Buchenwald verwechselt. Das KZ Buchenwald (bei Weimar) war eines der größten Konzentrationslager auf deutschem Boden und wurde im April 1945 durch die US Army befreit. Obamas Grossonkel Charlie Payne war als Soldat an der Befreiung von Häftlingen eines Aussenlagers beteiligt. Untern den Buchenwald Häftlingen befandt sich als einziger Schwarzer der damals 15-jährige Gert Schramm.

Videoquelle: Youtube / John Kantara

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Heute vor 40 Jahren: Martin Luther King ermordet

Video Lib:via Democratic Video

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Ausstellungseröffnung “Homestory Deutschland” in Bielefeld 20.3.

Bielefeld? Bielefeld liegt irgendwo am Rande von NRW, östlich, irgendwo dort, wo es Städte gibt, die Lippe, Paderborn, Lemgo, Höxter oder so ähnlich heissen. Orte, die jeder Afro, denkt man, eigentlich sobald sie/er 17 und 1/2 ist, fluchtartig verlassen müsste. Alles falsch:

Am 20. März wird in Bielefeld die Ausstellung Homestory Deutschland – Schwarze Biografien in Geschichte und Gegenwart eröffnet, begleitet durch ein vierwöchiges, in NRW einmaliges Rahmenprogramm zur Schwarzen Deutschen Bewegung und Schwarzem Bewusstsein: Filme, Lesungen, Vorträge, Musik und Party – dabei sind u.a. Theodor Wonja Michael, Sheila Mysorekar aus Köln, Adé Bantu von den Brothers Keeper, Joshua Kwesi Aikins, Grada Kilomba und Noah Sow.

Flyer zum weiterreichen: Homestory-Flyer.pdf
Rahmenprogramm: Rahmenprogramm.pdf

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Berlin: Diskussionsveranstaltung: Koloniale Gegenwart. Wer spricht? 24.1.

t_koloniale_gegenwart.jpgBerlin: Die Veranstaltung zeichnet die strukturellen Hemmnisse für Schwarze und People of Colour wissenschaftsgeschichtlich nach und diskutiert, wie erinnerungspolitische Debatten zur deutschen Kolonialgeschichte inhaltlich neu besetzt werden können. Es wird versucht, eine Verbindung herzustellen zwischen der Analyse von Weißen Ausgrenzungspraktiken in der Wissenschaft und praktischen Möglichkeiten, mit Rassismus und Kolonialismus in der deutschen Gegenwart umzugehen. Dies wird u.a. am Beispiel der aktuellen Debatte um die Umbenennung von Straßen mit Kolonialnamen vorgenommen.

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Buchneuerscheinung: Nayo Bruce – Geschichte einer afrikanischen Familie in Europa

Nayo Bruce, ein Afrikaner aus Aného (Togo), Schausteller von Beruf und nicht mehr ganz jung, zieht mit seinen vier Ehefrauen und einer Showtruppe zwanzig Jahre lang durch Europa. Dabei ist es ihm gelungen, sich von seinem deutschen Impresario zu befreien und das Unternehmen selbständig zu führen, bis zu seinem Tod am 3. März 1919 im Kaukasus. Auf dieser über zwanzig Jahre dauernden Reise werden dreizehn Kinder geboren.

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Neues e-journal: african reflections 2007

Berlin. Unter dem Titel “african reflections” hat AfricAvenir International e.V. eine Sammlung von Artikel veröffentlicht, die sich mit kolonialen und rassistischen Denken und Handeln in Vergangenheit und Gegenwart auseinandersetzen. Aus dem Inhalt: Rosa Amelia Plumelle-Uribe: Von der kolonialen Barbarei zur Vernichtungspolitik des Nationalsozialismus. | Kum’a Ndumbe III.: Afrika in der NS-Planung eines groß-germanischen Reiches. | Katharina Oguntoye: Afrikanische Zuwanderung nach Deutschland zwischen 1884 und 1945. | Martha Mamozai: Frauen und Kolonialismus – Eine weibliche Variante des „Herrenmenschentums“. | Chandra-Milena Danielzik und Romin Khan: Statisten ihres eigenen Alltags. Townshiptouren in Kapstadt als Herausforderung für die Tourismuskritik. | Interview mit Susan Arndt: Ein Gespräch zur Kritischen Weißseinsforschung in Deutschland. | Daniel Bendix: Rezension – „Weißsein im Widerspruch“ von Eske Wollrad.

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Literatur: Puschkins Urgroßvater – „Der Mohr des Zaren“ von Hugh Barnes

hugesbarnesDer russische Dichter Alexander Puschkin (1799-1837) war der Urenkel eines Afrikaners. Um seine Herkunft ranken sich Mythen und Legenden. Die biographischen Zeugnisse sind lückenhaft und voller Widersprüche. Hugh Barnes folgt den Spuren des angeblichen Prinzen aus Abessinien, der als Sklave nach St. Petersburg kam und zum hochrangigen Militär, Diplomaten und Gelehrten aufstieg:

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Aachen: Zum Volkstrauertag Gedenken an 2.000 Schwarze Häftlinge der NS-Konzentrationslager

Termin: Aachen, 18.11.2007: In Aachen fand heute anläßlich des Volkstrauertags an den KZ-Gräbern auf dem Waldfriedhof eine Gedenkveranstaltung an die Opfer des Nationalsozialismus, insbesondere an Schwarze im KZ statt.

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Treu bis in den Tod. Von Deutsch-Ostafrika nach Sachsenhausen ins KZ. Eine Lebensgeschichte.

Termin: Lesung: Marianne Bechhaus-Gerst:Treu bis in den Tod. Von Deutsch-Ostafrika nach Sachsenhausen. Eine Lebensgeschichte. Die Lebensgeschichte des “Askari” Mahjub bin Adam Mohamed (alias Mohamed Husen: Der Sudanese Mahjub bin Adam Mohamed ließ sich 1914 als Söldner der Kolonialtruppe in Deutsch-Ostafrika, dem heutigen Tansania, anwerben. 1930 kam er als Kolonialmigrant nach Deutschland. Er spielte in den dreißiger Jahren kleinere Rollen in mehr als 20 Spielfilmen. Trotz der Bedrohung durch das nationalsozialistische Regime blieb er im Land. 1941 wurde der Unbequeme zum Schweigen gebracht, indem man ihn ohne Prozess in das KZ Sachsenhausen einwies, wo er drei Jahre später starb.

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100. Jahrestag des Endes des Maji-Maji-Aufstand – Ist eine gemeinsame Erinnerungskultur möglich? 8.11.07 Münster

1905 bis 1907 führte die deutsche Kolonialverwaltung im Süden des heutigen Tansania, dem damaligen Deutsch-Ostafrika, den »Maji-Maji-Krieg«, einen blutigen, bis zu 300.000 Opfern fordernden Krieg zur Niederschlagung der Unabhängigkeitsbestrebungen vieler tansanischer Völker.

Ist eine gemeinsame Erinnerungskultur möglich? Zum 100. Jahrestag des Endes des Maji-Maji-Aufstands in Deutsch-Ostafrika / Tanzania. Referenten/Gäste: Prof. Dr. Horst Gründer, Historiker, Münster, Fr. Aristarki Tarimo, Theologe, Rombo/Tansania

  • “Politik der verbrannten Erde”
  • Stellenwert in der deutschen Kolonialgeschichte
  • Ein weißer Fleck im deutschen Geschichtsbewußtsein?
  • Wegbereiter der nationalen Einigung Tansanias?

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13.9.07 Denkmal für ein afrikanisches NS-Opfer Mahjub bin Adam Mohamed (Bayume Mohamed Husen)

Termin Verlegung und Enthüllung des ersten „Stolpersteins“ für ein afrikanisches NS-Opfer. Am 13. September 2007 verlegte der Kölner Künstler Gunter Demnig den Stolperstein vor dem letzten Wohnhaus von Mahjub bin Adam Mohamed (Bayume Mohamed Husen) in der Brunnenstraße 193 in Berlin-Mitte. Die Verlegung wurde vom Kölner Verein KopfWelten initiiert und die Patenschaft über den Stein vom Verein übernommen. Unter großer Beteiligung wurde der Gedenkstein am Freitag, den 14. September feierlich enthüllt.

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16.5.2009