Die BZ: “Mit einer Stimme über fünf Oktaven verkörpert Ikenna Benéy Amaechi die süße Illusion von Weiblichkeit. Der Travestiekünstler mit nigerianisch-deutscher Familiengeschichte war bisher auf den Bühnen von Las Vegas, Paris und Salzburg zu sehen. Jetzt kehrt er in seine Heimatstadt Berlin zurück. Das Vorbild, optisch wie künstlerisch, ist Whitney Houston, deren Gesangskunst Amaechi sehr nahe kommt..”
Sie möchten, dass ihr Kind andere afrodeutsche und afrikanische Kinder kennenlernt? Sie möchten, dass Ihr Kind sich in den Herbstferien sinnvoll und kreativ beschäftigt? Sie suchen eine Gruppe, in der ihr Kind sich gut aufgehoben fühlt? Sie möchten, dass das Selbstbewusstsein Ihres Kindes gestärkt wird?
Dann melden Sie es an beim Workshop „Starke Kids!“ vom 19. bis zum 23. Oktober 2009 für afrodeutsche und afrikanische Kinder im Alter von 6 bis 10 Jahren von mo. bis fr. 9.00 Uhr bis 16 Uhr in Bonn an. Die Kinder erwartet ein abwechslungsreiches Programm: sich bewegen – sich unterhalten – Musik hören – tanzen – gemeinsam kochen.
Das Magazin nah & fern stellt in der aktuellen Ausgabe politische, gesellschaftliche und kulturelle Projekte von Schwarzen Frauen in Deutschland vor: Read the rest of this entry »
Seit 2008 gibt es den Verein „Afro-Deutsch” in Bergkammen. Jeden Samstag können sich Jugendliche im Jugendhaus „Balu” treffen und dort kickern, Billard spielen und quatschen. Es kommen ca. 20 Jugendliche mit Eltern aus afrikanischen Ländern wie Guinea, Angola und Nigeria, aber auch andere. Am Samstag, 11. Juli, veranstaltete der Verein einen grossen Jugend-Aktionstag für Kindern, Jugendlichen und ihre Eltern. Programmpunkte waren:
Sports: Kicker-Turnier, Basketball, Tischtennis, Volleyball und Hallenfußball
Kids: für die ganz Kleinen gab es eine Hüpfburg.
Musik: Die Community Gruppen „Movestory Dance Community” und „Wasabi” zeigten ihr Können im Breakdance. Rap-Contest Ak-Musik, (Rap Group)- Meshood, Ali Jackson, Ukay… & Disko.
Ausbildung: Die Polizei ist mit einem Info-Stand beim Jugend-Aktionstag vertreten. Jugendliche können sich über Ausbildungsmöglichkeiten bei der Polizei erkundigen
Hamburgs bekanntester Rapper über seine gerade erschienene Autobiografie, seinen Namen, seine Eltern, seine Family, sein Verhältnis zu Deutschland, Nationalstolz und Antifa Flyern und seine Ansichten über Rassismus – auch zu der angeblichen Verarbeitung von Albinos zu Zauberpulver in Tanzania (Ost Afrika), zu allem Möglichen wird er befragt…. bei den Jungs von http://jungemedienhamburg.wordpress.com…
Kleiner Ausraster bei Joachim Deutschland (29), laut Pressemeldungen soll der Musiker und ex VIVA Moderator (“Shibuya”) am Montag in Berlin festgenommen worden sein, “nachdem er völlig ausgerastet war. Auf der Strasse soll er um sich geschrien und Passanten bedroht haben. Nach Eintreffen der Polizei soll er damit gedroht haben, dass er mit einer Bombe verbunden sei. Er behauptete, wenn er sich bewegen würde, würde die O2-Arena (Anm. wo am 7.7. das Public Viewing der MJ Trauerfeier stattfand) detonieren. ” [zum Artikel]
Was sagt Joachim Deutschland selbst dazu? Auf seiner MySpace Seite meldet er sich in seinem Blog zurück:
“Deutschland rastete aus….?! – Es stand mal wieder viel Müll in den Zeitungen. Momentan bin ich in der Urban Klinik in Kreuzberg, angeblich, weil ich vorhatte die O2 Arena in die Luft zu jagen….. (Mehr lesen)
Gezeigt wird der Film „Roots Germania“ am Donnerstag, 25. Juni, um 9.30 Uhr im Forum Vogelsang in Euskirchen. Mo Asumang ist dabei und steht im Anschluss für Gespräche bereit. Die Vorführung findet auf Initiative der Bundestagsabgeordneten Helga Kühn-Mengel statt.
Aus der Miss Ghana 2007 wird die neue Miss Africa Germany 2009, denn den 5.African Queen Germany Wettbewerb gewann die 20jährige Studentin Gladys Owusu Amponsaa aus Ghana, die seit sieben Jahren in Hamburg wohnt. Sie darf auf das Cover der aktuellen Ausgabe des Magazins “African Heritage”, eines der bekanntesten afro-deutschen Zeitschriften. Und dazu gewann sie noch eine Woche Urlaub in einem Fünf-Sterne-Hotel in der Türkei.
Laut Beschluss des Oberlandesgericht Karlsruhe vom 16.6. wird einer deutschen Familie, Einwanderern aus Äthiopien, das Recht wieder zugesprochen, über den Aufenthaltsort ihrer zehnjährigen Tochter zu bestimmen. Ein Eingriff in das Sorgerecht der Eltern sei in diesen Fall nicht gerechtfertigt. Die Herkunft eines Menschen ist kein ausreichender Grund für einen Generalverdacht.
Ein Porträt von Charles Chilton: Wirt und Musiker in Lüdenscheid (bei Bochum): Geboren wurde Charles Chilton als Sohn einer Bayerin und eines US-Amerikaners in München, aufgewachsen ist er in den Staaten, schließlich kehrte er in seiner Jugend wieder zurück an die Isar. „Mein Vater wollte aus mir einen schwarzen Mann aus Louisville/Kentucky machen, doch mit den Amis kann ich bis heute nichts anfangen”, erklärt er. Mehr hier
Reporter von jungeMedien Hamburg interviewten den 5-fachen Kung-Fu-Weltmeister Emanuel Bettencourt aus Hamburg: “Emanuel Bettencourt ist Kampfkünstler kapverdischer Abstammung. Aufgewachsen und geboren auf den kapverdischen Inseln, kam er mit 14 Jahren nach Hamburg. Seit 1995 leitet er das Taiyo Sport-Center in Hamburg Altona, in dem er bereits seit 1986 unterrichtet. Hier trainieren über 40 Nationalitäten unter einem Dach. Dafür, dass hier alles harmonisch abläuft, sorgt Sifu Emanuel Bettencourt höchstpersönlich. Das Taiyo Sport-Center hat in Hamburg Ausnahmecharakter. Hier werden afro-asiatische Kampfkünste, sowie Hip-Hop-Dance und afro-brasilianische Tänze unterrichtet. …. Mehr hier
Radiosender Bayern 2 (oder als Podcast) am Freitag, 12. Juni, von 10.00 bis 12.00 Uhr:
Freitagsforum-Diskussionsrunde: Noch immer Schwarz-Weiß – Wie viel Diskriminierung erleben Schwarze im Alltag? Unter dem Titel “Noch immer Schwarz-Weiß – Wie viel Diskriminierung erleben Schwarze im Alltag?” diskutiert Jutta Prediger mit Sarah Bergh, Theaterpädagogin und Kofi Adigbli, Elektroingenieur bei Siemens aus München.
Hier und heute ist auch ein Augenblick, an dem es Zeit ist, dass man sich Zeit nimmt und zurückblickt – ein grausames Kapitel der eigenen Geschichte aufschlägt.
Solingen 29. Mai 1993, Untere Wernerstraße, Hausnummer 81. Es ist Nacht. Und es brennt. Sirenen. Schreie. Tränen. Fünf Menschen lassen ihr Leben.
Gürsün İnce – 27 Jahre, Hatice Genç – 18 Jahre, Gülüstan Öztürk – 12 Jahre, Hülya Genç – 9 Jahre, Saime Genç – 4 – !4 Jahre!
Sie sterben, springen zum Teil aus dem Fenster in ihr Verderben. Und warum? Warum?
Weil vier junge Männer aus der Nachbarschaft durchdrehen, die Brandanschläge von Hoyerswerda, Rostock und Mölln zum Vorbild nehmen, das vermeintlich Fremde sehen, losgehen, Feuer legen, Hass sähen und anschließend um Vergebung flehen, Schuld nicht eingestehen, denn: „der Türke“ hat seine „Schuldigkeit“ getan…
Solingen
29. Mai 1993
Angela Kamara lebt in Düsseldorf, macht Theaterarbeit und ist Projekt – koordinatorin der anti-rassistischen Künstler organisation Brothers Keepers
Der afro-bayrische Schauspieler Charles M. Huber(52) (“Der Alte”, “Mandela-Musical”) hat vor einigen Jahren das Hilfswerk “Afrika Direkt” gegründet und betreut darüber u.a. ein Schulbau-Projekt im Senegal, der Heimat seines Vaters. Zur Durchführung einer Werbeaktion für dieses Projekt beauftragte er die bekannte und gemeinnützige Peter-Ustinov-Stiftung. Jetzt treffen sich Beide vor Gericht, denn Huber verklagt die Peter-Ustinov-Stiftung wegen der Zweckentfremdung von Spendengeldern im grossen Stil. Im O-TON Huber zur RP: “Das sind Betrüger”. Mehr z.B. in der RP-Online oder in der AZ.
abendblatt.de [...] Geboren wurde Ewane in Kamerun; als Einjährigen brachte ihn der Lüneburger Arzt Dr. Detlev Wissinger nach Deutschland. “Zusammen mit meiner Mutter”, sagt Ewane – und fügt hinzu, in Wirklichkeit sei die Frau, die ihn fortan in Hamburg-Harburg aufgezogen hatte, seine Tante; seine leibliche Mutter sei bei seiner Geburt verstorben. “Davon habe ich aber erst später erfahren”, erzählt Ewane. Das Verhältnis zu seiner Ziehmutter: angespannt. “Disziplin und gute Noten standen für sie an erster Stelle – ich musste Klavierstunden nehmen und sogar Ballettunterricht”. Für einen Jugendlichen mit schwarzer Hautfarbe, der nach einer behüteten Kindheit in Lüneburg ins Harburger Phoenixviertel zog, ein Albtraum, erzählt Ewane. “Andererseits: Heute profitiere ich natürlich davon.” Ewane rebelliert gegen seine Tante, droht von zu Hause abzuhauen – und bemerkt: “Die beste Art, mich auszuleben und Aggressionen abzureagieren, war der Rap.”[...] Zum Artikel im Abendblatt
Stern: Bei der Fussball WM 2oo6 war er (m)ein Held, jetzt fühlt sich der ehemalige Nationalspieler David Odonkor irgendwie “Verloren im Paradies” . So jedenfalls der Titel eine Homestory aus seinem derzeitigen Wohnsitz Sevilla in Spanien, die der Stern letzte Woche in der Print Ausgabe brachte. Jetzt auch online abrufbar ….
PFORZHEIM. “Es ist ein Anblick, wie ihn Pforzheim (Baden Württemberg) wohl nur selten erlebt: Rund Hundert Menschen gehen geschlossen durch die Stadt, in der Hand weiße Tücher, die Gespräche sind gelöst, doch in den Augen liegt eine gewisse Ernsthaftigkeit….” beschreibt die Pforzheimer Lokalzeitung einen von in der Stadt lebenden Afrikanern organisierten Protestmarsch anlässlich eines rassistischen Angriffs auf einen afrodeutschen Jugendlichen.
Vor rund zwei Wochen war der 15-jährige Lansi C. auf offener Straße in der Pforzheimer Nordstadt von drei glatzköpfigen Männer in Bomberjacken und Stiefeln im Alter zwischen 20 und 30 zunächst verfolgt und dann von hinten mit einem Faustschlag ins Genick angegriffen worden. Zum Glück konnte sich der Jugendliche an einer Ampel in ein Auto flüchten, die Fahrer halfen sofort, zogen ihn in den PKW, schaltet die Polizei ein und stellte sich als Zeugen zur Verfügung. Nur so konnte Schlimmeres verhindert und die Täter, drei stadtbekannte Nazis, ermittelt werden.
In der TAZDer Hamburger Rapper Samy Deluxe über Rassismus, Verantwortung für Jüngere und die Motive, eine Autobiografie zu veröffentlichen, die sich mit seinem Verhältnis zu Deutschland auseinandersetzt. Weiter in der TAZ
Wie jetzt erst durch eine Bericht der Süddeutsche Zeitung am 5.6. bekannt wird, wurde einem schwarzen Überlebenden des Holocausts die Teilnahme an der Veranstaltung zum Obama-Besuch im KZ Buchenwald verweigert. Gert Schramm überlebte als 16 Jähriger im KZ Buchenwald nur mit viel Glück . Sein Vater, ein damals in Deutschland lebender Afro-Amerikaner aus den USA, wurde in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert und dort ermordert.
SZ: “Weil er mit der Leitung der Gedenkstätte (Link: http://www.buchenwald.de ) über Kreuz liegt, habe er auch keine Einladung zum Obama-Besuch in Buchenwald erhalten, sagt Schramm der Süddeutschen. Und weiter “die Verärgerung ist ihm anzumerken. Inzwischen hat eine große Boulevard-Zeitung von der Causa Wind bekommen….” *.
SZ: Buchenwald, 13. April 1945: Als Gert Schramm die ersten Amerikaner sieht, traut er seinen Augen nicht. Zwei Tage, nachdem Häftlinge die Kontrolle über das Konzentrationslager übernommen hatten, rückt eine Kompanie des 317th Infantry Regiment ein, auch Soldaten mit dunkler Hautfarbe. “Ick habe Bauklötze jestaunt”, sagt Schramm – und die Amerikaner haben “zurückjestaunt”: Vor ihnen steht ein 16-jähriger Junge mit dunkler Hautfarbe. Gert Schramm, der einzige afrodeutsche Häftling in Buchenwald.
Franziska von Kempis und Oliver Das Gupta haben für die Süddeutsche Zeitung mit Gert Schramm geprochen. Weiter zum Artikel
“Zensiert, verschwiegen, vergessen” ist der Titel eines neu erschienenen Buchs von Ines Geipel, die Lebensläufe von Autorinnen der DDR (1945-1989) vorstellt: „Die DDR war kein Märchen. Insofern sind die zwölf Porträts auch ein Bericht über enormen Druck, die Paranoia eines Regimes und die rigide Vernichtung von kreativem Potenzial. Doch in erster Linie handeln sie von zwölf Dichterinnen, die sich nicht normieren ließen, sich in ihre Zeit stellten, ihre Lebendigkeit verteidigten und unter harschen Verhältnissen eine Literatur bar jeder Moden schrieben.”
Endlich mal ein belesener Mann. Ijoma Mangold, bzw. Ijoma Alexander Mangold, übernimmt zusammen mit Amelie Fried die Moderation des ZDF Literaturmagazins. Die neue Literatursendung startet Freitagabend am 10. Juli um 22.30 Uhr im ZDF und hat den Titel “Die Vorleser”.
Ijoma Mangold, geboren 1971 in Heidelberg. Sein Vater ist Nigerianer. Er studierte Literaturwissenschaft und Philosophie in München und Bologna / Italien. Danach arbeitete er bei der “Berliner Zeitung”, ab 2001 bei der „Süddeutsche Zeitung“ als Literaturredakteur, ab 1.4. wird er stellvertretender Feuilletonchef der „Zeit“. 2007 erhielt er den Berliner Preis für Literaturkritik und war TV Jurymitglied für den Ingrid Bachmann Preis. Seit 2008 ist er in Göttinger Gastprofessor für Literaturkritik am Seminar für Deutsche Philologie. Mehr im Tagesspiegel und in der Süddeutschen.
Das vom Bundesministerium des Innern und der Justiz im Jahr 2000 gegründete bundesweite Bündnis für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt (BfDT)” hat Adetoun und Michael Küppers-Adebisi aus Berlin für ihr Projekt CyberNomads (2001-2007) als Preisträger im bundesweiten Wettbewerb „Aktiv für Demokratie und Toleranz 2007/2008″ ausgezeichnet. Mit der Auszeichnung wird die Arbeit von CyberNomads als “vorbildliches, nachahmenswertes zivilgesellschaftliches Engagement für Demokratie und Toleranz in Deutschland” gewürdigt. Die Preise sind mit 1.000 bis 5.000 EUR dotiert.
Die öffentliche Preisverleihung findet am Mittwoch, den 06. Mai 2009, um 16.00 Uhr, im Großen Saal des historischen Berliner Rathaus statt. Die Veranstaltung wird vom Regierenden Bürgermeister von Berlin Klaus Wowereit (SPD) eröffnet. Anschliessend begrüssed Dr. Gregor Rosenthal, Geschäftsführer des Bündnis für Demokratie und Toleranz die geladenen Gäste und Preisträger. Nach Vorstellung des Wettbewerbs erhalten die Preisträger in einer Talkrunde mit den Beiratsmitgliedern des BfDT Frau Prof. Dr. Böhmer und Herrn Prof. Dr. Benz nochmals die Möglichkeit, ihre Projekt vorzustellen.
Adetoun und Michael Küppers-Adebisi werden im Roten Rathaus ihr Projekt Cybernomads im Themenfeld “Neue Medien und Netzwerke” präsentieren. Auch für Medienpräzenz ist vorgesorgt: am Nachmittag, nach dem Pressefotos mit dem Regierenden Bürgermeister von Berlin Klaus Wowereit, besteht auf einem Empfang ab ca. 17.30 Uhr die Möglichkeit, mit allen Preisträgern und anwesenden Pressevertretern Gespräche zu führen. Read the rest of this entry »
Das Video ist nicht mehr bei RTL abrufbar, sondern bei Clipfish (-> hier der Link). Laut Info des Streetworkers Thomas Sonnenburg lebt Cengiz jetzt in einer eigenen Wohnung in Berlin und beginnt gerade eine Lehre im Metallbau: Rückblickend auf die Zeit als Ausreiser meint er: “Man sollte nie den Respekt vor der Familie verlieren. Vergesst nie, wo ihr herkommt, wer ihr seid und wer sich die Mühe gemacht hat, das alles aufzuziehen”. (-> http://www.thomas-sonnenburg.de).
Termin: ManuEla Ritz liest am 15.5. / 18.00 Uhr in Köln (Kalk) aus ihrem gerade erschienenen autobiographischen Buch “Die Farbe meiner Haut”.
Aus dem Klappentext: Als Schwarzes Mädchen in Deutschland aufzuwachsen, kann als Lebensschule der intensiveren Art gelten. ManuEla Ritz ging in den 80er Jahren in Mügeln zur Schule, jener sächsischen Kleinstadt, die im Sommer 2007 durch eine Hetzjagd auf Inder in die Schlagzeilen geriet und derzeit nach einem neurlichen rassistischen Übergriff Anfang März 2009 abermals – wenn auch mäßiger – Aufsehen erregt. Rassistische Erfahrungen aller coleur gehörten und gehören – wie für die meisten schwarzen Menschen in Deutschland – zu ihrer Lebensrealität. Irgendwann hat ManuEla Ritz gemerkt, wie befreiend es ist, sich zu wehren.
Termin: Das Ensemble „Freuynde und Gaesdte“ (“Freunde und Gäste”) hat das Leben und Wirken des schwarzen Philosophen und Professors Anton Wilhelm Amo als Bühnenstück aufgearbeitet. Im 18. Jahrhundert wurde Amo als Kind aus Ghana nach Europa verschleppt, zu Hofe ausgebildet, lehrt in Halle, Wittenberg und Jena Philosophie, kehrte letztendlich frustriert nach Ghana zurück.
Über das Theaterstück, ein Dialog zwischen Amo und einem Schiffarzt, schreibt ivz: “Mit der Uraufführung des „Spinnenmanns“ bringen sie Amo an den Ursprung seines intellektuellen Werdegangs zurück: in die Bibliothek. Im schalldichten und drückend engen Klavierzimmer, im Untergeschoss der Bücherei, stehen Amo, gespielt von Komi Mizrajim Togbonou, und Gallandat (Marcell Kaiser), im Zwiegespräch. Das Stück spielt um 1756 als der mittlerweile 50-jährige Amo bereits seit zehn Jahren wieder in seiner ihm völlig unbekannten „Heimat“ Ghana lebt. Als Schiffsarzt ankert Gallandat mit einem Handelsschiff vor Ghana und trifft unverhofft auf Amo.” [mehr] .
Sikumoya Voigt, der Kongolese wird deutsch, zuerst ein bisschen und dann immer mehr, also fast richtig hundertprozentig deutsch. Der Einbürgerungstest hilft natürlich. Neo-Nazis überfallen ihn, schlagen, treten. Dann eine Psychose oder war´s eine Depression? Zumindest eine Persönlichkeitsstörung und siehe da – arbeitslos und ostdeutsch wird er nun selbst zum Nazi. “Sikumoya – der schwarze Nazi” - einen antirassistischer Low Budget Film. Regie und Buch Tilman König und Karl-Friedrich König, D 2006, 66 min, mit Kalemba Mukumadi u.a. Mehr Infos unter http://www.cinemabstruso.de
Termin onnerstag, 23. April 2009. 19:30 – 22:30. Wo? Die Brücke, Münster, Internationales Zentrum – Die Brücke Wilmergasse. Telefon:02518322229. E-Mail: diebruecke@uni-muenster.de
Manuela Ritz hat mit „Die Farbe meiner Haut“ ihre Autobiographie verfasst. Sie erscheint im April im Herdter Verlag. Bzw. ist jetzt erschienen. Mehr Infos im Blog des braunen mobs e.V.
Termin: Aus dem Programmhinweis: In Meißen wird ManuEla Ritz 1969 geboren, als Kind deutsch-kenianischer Eltern und zur Adoption freigegeben. Bis zu Ihrem 19. Lebensjahr lebt sie in Mügeln, jener sächsischen Kleinstadt, die durch die Hetzjagd auf Inder 2007 in die Schlagzeilen geriet. „Geh dich mal waschen, du bist dreckig!“ gehört in ihrer Kindheit noch zu den harmloseren Beschimpfungen, denen sie ständig ausgesetzt ist. ManuEla Ritz macht eine Ausbildung zur Krippenerzieherin und später das Diplom zur Sozialpädagogin und Sozialarbeiterin. Von 1988 bis 1994 arbeitet sie als Pädagogin in Kinderkrippen in Sachsen und Berlin, ist 1996 Streetworkerin bei „boys Society“ in Freetown in Sierra Leone/ Westafrika. Anschließend arbeitet sie in Berlin als Elternberaterin in einer interkulturellen Familienberatungsstelle des DRK, ist freiberufliche Familienhelferin für afrikanisch-deutsche Familien, Beraterin und Projektmanagerin im Antidiskriminierungsbüro von Caritas e.V. Köln.
In dem Dokumentarfilm “Black Deutschland” stellt Oliver Hardt eine intime Studie über das Denken und Fühlen einer gar nicht so kleinen Minderheit in Deutschland dar. Der Filmautor porträtiert schwarze Kulturschaffende. Auf emotionale Weise, aber dennoch reflektiert und humorvoll, vermitteln sie eine Idee, was es heißt, als Nicht-Weißer in einer Gesellschaft zu leben, die sich als “weiß” definiert. Mitwirkende im Film sind u. a. Darius James, Sam Meffire, Tyron Ricketts, Noah Sow und Vincent Mewanu. …
Termin:Montag 20.04.2009, 20:00 Uhr, Stadtbücherei Münster // Alter Steinweg 11
Eintritt frei . Die Veranstaltung wird unterstützt vom AStA der Uni Münster / Veranstalter: AStA der FH Münster www.astafh.de
Freitag abend spricht Charly Huber (Krimiserie “Der Alte”) über seine Lebensgeschichte als senegalesischer Niederbayer und die Suche nach seiner afrikanischen Familie….17.04.2009 | 23.30 Uhr im Bayrischen Fernsehen / Sendung Unter 4 Augen.
Via TAZ: Der Perspektivenwechsel im neuen Programm der Berliner Werkstatt der Kulturen ist nicht nur symbolisch. “Es geht uns darum, die Perspektiven der Minderheiten sichtbar zu machen”, sagt Philippa Ebéné, Leiterin der Werkstatt der Kulturen in der TAZ und stellt das neue Programm der Werkstatt vor. Zum Program und zum Interview in der TAZ
SZ: Ein langes Interview mit dem Musiker Tibor Sturm aka “Quietstorm” (“Afrodeutsch & Sorgenfrei“) in der SZ / jetzt.de: Im Dezember 2005 überfielen in Nürnberg sechs Nazis den afrodeutschen Rapper Tibor Sturm und schlugen auf ihn ein. Der geübte Kampfsportler griff aus Sorge um sein eigenes Leben zu einem Holzpfahl und verletzte einen der Angreifer schwer. Wegen „überzogener Notwehr“ wurde er zu sieben Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt (-> jetzt.de). Die rechten Angreifer hingegen wurden bis heute nicht belangt. Seit Ende Januar ist Tibor wieder auf freiem Fuß – und wurde seitdem erneut von Nazis bedroht. Weiterlesen in der SZ
Mal was afrodeutsch-souliges im SPON. Uh-Young Kim, Journalist und DJ aus Köln, porträtiert die Kölner Sängerin Fleur Mouanga (29): “Im Schatten des Doms sind doch noch ein paar Schwärmer hängengeblieben, die unbeeindruckt vom Haupstadthype ihr Ding machen. Weiterlesen im SPON
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