In some far off place
Many light years in space
I’ll build a world of abstract dreams
And wait for you
(Sun Ra)
Sun Ras Space is the place als Theaterstück in Berlin, mit Eugene „U-gin“ Boateng:
Aus der Pressemeldung: Der afroamerikanische Musiker Sun Ra gehört zu den schillerndsten Musikerpersönlichkeiten des vergangenen Jahrhunderts. Aufgewachsenen in Birmingham, Alabama entschied er sich dafür seine Herkunft neu zu erfinden: so behauptete er vom Planeten Saturn zu stammen und nur Gast auf dieser für ihn nicht akzeptablen Welt zu sein. Er erschuf sich darauf hin sein eigenes Universum aus Theosophie, Ägyptologie, Afro-Futurismus und natürlich Jazzmusik.
Gastspiel des Kinder- und Jungendtheaters Walldorf mit seinem neuen Theaterstück nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Michail Kraunick und Lukas Rügenberg. Gegen das Vergessen und für die Kinder von gestern und heute.
Die Edutainment-Attacke geht in die nächste Runde, vom 19. – 21. November + 10. – 11. Dezember 2009. Unten die Tourdaten, u.a. Münster am 21.11.2009. Wir empfehlen allen BesucherInnen, Karten im Vorverkauf zu holen. Zum Einen sind sie da günstiger – und zum anderen war leider auch schon mal nicht mehr genug Platz für alle Kurzentschlossenen. Falls sie diesmal nicht in Eurer Nähe gastieren, empfehlt sie trotzdem an FreundInnen weiter … Und/oder mailt Locations in Eurer Stadt, in denen Ihr Edutainment Attacke auch mal sehen möchtet. (Außer natürlich “Gefängnis” und “Kiesgrube”)…..
Als Vorgeschmack oder zum Erinnerung-Auffrischen könnt ihr Euch hier Live-Ausschnitte aus der Edutainment-Attacke ansehen: http://www.youtube.com/user/eduattacke
Die Abschlusspräsentation von Move it 2 WEBDANCE – WIR SIND. ON. findet im am 1. Juli 2009 im Forum Freies Theater / Kammerspiele statt. Mehr Infos: http://www.kabawil.de und http://moveit.kabawil.de/
MOVE IT ist ein Tanztheaterprojekt für Jugendliche zwischen Schule und Beruf. Profis unterrichten Jugendliche in Tanz, Theater und Stimme. Aus der Beschreibung: “Mit ihnen gemeinsam werdet ihr eure Geschichten erarbeiten und diese dann auf die Bühne bringen. Wir arbeiten mit euch in diesen acht Monaten auch an eurer beruflichen Orientierung. Wir machen mit euch Bewerbungstraining, suchen mit euch gemeinsam einen passenden Praktikumsplatz und begleiten euch zu Bewerbungsgesprächen.”
Termin: DIE VERANTWORTUNG von THEATERAUTOR INNEN of COLOR von AMY EVANS & Dr. GRADA KILOMBA(english Version siehe unten)
Dieser Workshop richet sich an TheaterautorInnen of Color, die sich in ihrer Arbeit mit „Rasse“ und Geschlecht auseinandersetzen. Als KünstlerInnen sind wir oft mit der Erwartung konfrontiert, positive Images von uns selbst zu präsentieren, um so der Flut von negativen Images von People of color in den Medien, dem öffentlichen Diskurs und selbstverständlich gerade im Film und auf der Bühne entgegenzutreten. Wie können wir dies erreichen, ohne den kreativen Prozess einzuschränken? Welche Strategien können wir einsetzen, um einander bei unserem Streben nach Wahrheit in unserer Arbeit zu unterstützen? Welche Geschichten sind uns wichtig und welche Werkzeuge sollten wir Dr. entwickeln, um diese Geschichten zu konfrontieren und auszuhandeln? Wie definieren wir künstlerische Integrität für AutorInnen of Color, die in rassistischen Strukturen arbeiten? Read the rest of this entry »
Termin: Das Ensemble „Freuynde und Gaesdte“ (“Freunde und Gäste”) hat das Leben und Wirken des schwarzen Philosophen und Professors Anton Wilhelm Amo als Bühnenstück aufgearbeitet. Im 18. Jahrhundert wurde Amo als Kind aus Ghana nach Europa verschleppt, zu Hofe ausgebildet, lehrt in Halle, Wittenberg und Jena Philosophie, kehrte letztendlich frustriert nach Ghana zurück.
Über das Theaterstück, ein Dialog zwischen Amo und einem Schiffarzt, schreibt ivz: “Mit der Uraufführung des „Spinnenmanns“ bringen sie Amo an den Ursprung seines intellektuellen Werdegangs zurück: in die Bibliothek. Im schalldichten und drückend engen Klavierzimmer, im Untergeschoss der Bücherei, stehen Amo, gespielt von Komi Mizrajim Togbonou, und Gallandat (Marcell Kaiser), im Zwiegespräch. Das Stück spielt um 1756 als der mittlerweile 50-jährige Amo bereits seit zehn Jahren wieder in seiner ihm völlig unbekannten „Heimat“ Ghana lebt. Als Schiffsarzt ankert Gallandat mit einem Handelsschiff vor Ghana und trifft unverhofft auf Amo.” [mehr] .
Gintersdorfer / Klaßen – Flyer (c) Design by Andreas Töpfer
Termin: Zeitgenössischer Tanz? Wir haben ihn nicht verstanden, ein undefiniertes System, ein postkolonialer Bluff, in den wir Afrikaner einsteigen, um uns internationale Festivalplätze und Fördergelder zu sichern, sagt der ivorische Tänzer und Choreograf Gotta Depri über die Einführung des zeitgenössischen Tanzes in der Elfenbeinküste. Er ist mit dem André-Heller-Zirkus „Afrika!Afrika!“ nach Deutschland gekommen. Da werden afrikanische Bewegungen mit anderen Elementen zu flotten, bedeutungslosen Choreografien gesampelt. Aber wie kann sich ein afrikanischer Tänzer in Europa positionieren? In der „Logobi“- Reihe stellt Gotta Depri sich der Konfrontation mit europäischen Choreografen und Tänzern.
Termin:Logobi ist ein Straßentanz aus der Elfenbeinküste. Der Tänzer sagt mit seinen Bewegungen: „Komm nur her, schau mich an, ich werde bald ein Star, aber vorher kann ich dich auch noch mal verprügeln.“ Straßenkompetenz und Entwicklung neuester Tanztrends fallen in der Metropole Abidjan zusammen: der Logobi ist nur einer von vielen Tänzen, die täglich neu entstehen, Alltagswirklichkeit abbilden und Zeitgeschichte schreiben.
Der ivorische Tänzer und Choreograf Gotta Depri entschlüsselt auf der Bühne die Muster des afrikanischen Tanzes und seine konkrete, alltägliche Bedeutung. Er zeigt Tanzschritte und Bewegungsabläufe und erläutert, was diese im Einzelnen meinen und wie sie entstanden sind. Tanz als postkoloniale Strategie gegen die Verfälschung dieser lebendigen Kultur durch den Westen. Gotta Depri stellt sich der künstlerischen Konfrontation mit europäischen Kollegen. In verschiedenen Städten findet diese Begegnung mit jeweils anderen Choreografen statt. In Düsseldorf begegnet er Gudrun Lange. Gudrun Lange stellt dies durch die Demonstration ihrer tänzerischen Mittel in Frage.
Termin: “Jubril Sulaimon (Lagos/Nigeria) deutet dieses Meisterwerk der deutschen Romantik aus der Sicht eines Afrikaners. Die Musik Schuberts wird mit der Rhythmik afrikanischer Musik konfrontiert. Aus der Reibung entsteht ein neuer Blick auf dieses bekannte Werk: Jubril Sulaimon, Ein Afrikaner in Deutschland” ab 15. Januar 2009 in Dortmund.
(C) Black History Month Hamburg 2009. Das BHM Programm, alle Termine, Fotos u. Kontaktadressen unter http://www.bhmhamburg.de/
Seit dem ersten Hamburger BLACK HISTORY MONTH (BHM) vor 12 Jahren, der anfangs in kleinerem Rahmen von der US-amerikanischen Sängerin Cynthia Utterbach initiiert wurde, ist die Popularität und das Programm stetig gewachsen.
Mit einem reichhaltigen Programm aus künstlerischen Darbietungen diverser musikalischer Stilrichtungen, Tanzvorführungen, Vorträgen, Diskussionen, Ausstellungen, Filmbeiträgen, Poetry, Lesungen, Workshops, Talkshows, kulinarische Spezialitäten, Kunsthandwerk und einem speziellen Jugendprogramm erreichte der BHM in Hamburg ein stetig wachsendes Publikum.
YoungStars das sind sieben afrodeutsche Jugendliche, die “alle irgendwie links zu der ISD und unterschiedlich viele Erfahrungen mit Theater spielen” haben. Sie kommen aus Pforzheim, Berlin, Frankfurt, Platenlaase und Bielefeld und treffen regelmässig, um Theater zu spielen, sich mit Schwarzer Geschichte zu beschäftigen oder der Bedeutung von eigenen Rassismuserlebnissen auseinander zusetzen. Dabei herausgekommen ist das Theaterstück real life: Deutschland.
Dickes Plus: Special acts von “Rising Thoughts” und Mamadee von den Sisters
Das Theater an der Ruhr in Mülheim/Ruhr stellt die Theaterlandschaft Benin mit zwei herausragenden Bühnenproduktionen, einem Konzert, Live Music, im Film und bei einer Matinée vor. Ergänzt wird das Programm durch den togolesischen Erzähler Roger Atikpo.
Othello ist der berühmteste Schwarze auf den Bühnen des Westens, in Afrika kennt ihn kaum jemand: “Venedigs Neger” ist eine europäische Angelegenheit, bei der das Fremde immer neu interpretiert und vor allem geschminkt wird: Gewöhnlich ist Othello ein schwarz gemalter weißer Schauspieler… Mit dem ivorischen Tänzer und Performer Franck Edmond Yao bringen Gintersdorfer/Klaßen einen Darsteller in die Aufführungspraxis, den das deutsche Theater so nicht entdecken kann.
Othello, der Kriegsheld. Othello, der Liebhaber. Othello, der Betrogene. Othello, der Eifersüchtige. Othello – wer ist das? Shakespeares „Mohr von Venedig“ ist sicherlich der berühmteste Schwarze auf westlichen Bühnen. In Afrika kennt ihn kaum jemand: eine europäische Angelegenheit, bei der das Fremde immer neu interpretiert wird. Othello erscheint als westeuropäische Projektionsfläche für das Animalisch-Irrationale in der Liebe. Doch wie ist die Sicht eines westafrikanischen Künstlers auf dieses Phänomen?
Das Theaterstück “Jimmy.Hartwig. Eine Legende liegt auf der Couch” basiert auf Motiven des 2007 verstorbenen Autors Thomas Potzger und auf Hartwigs Autobiografie “Ich möchte’ noch so viel tun” aus dem Jahr 1994. Auf der unterhaltsamen Reise in die wechselhafte Vergangenheit des einstigen HSV-Profis (182 Bundesligaspiele zwischen 1978 und 1984) wird aus der Einzelperson der reflektierende Analytiker Hartwig, dessen Part Thomas Thieme übernimmt, und das ewige Kind Jimmy, das Hartwig selbst spielt. “Die Zuschauer werden Jimmy Hartwig kennenlernen, wie er mit Psychologen sehr viel abarbeiten muss. Einen Menschen, der im übertragenen Sinne laut aufschreit”, sagt der schwarze deutsche EX-Nationalspieler. (Quelle: die welt und Movimentos Festival)
KEN UND DER PRÄSIDENT – Theaterstück von und mit Jubril Sulaimon. Vor 10 Jahren wurde der Schriftsteller und Bürgerrechtler Ken Saro-Wiwa in Nigeria hingerichtet. Er hatte sich gegen die rücksichtslose Ausbeutung und Unterdrückung seines Volkes durch die Militärdiktatur und durch multinationale Ölkonzerne gewehrt Jubril Sulaimon zeigt nicht nur den Todeskandidaten in seiner Zelle, wie er auf die Stationen seines politischen Kampfes zurückblickt.
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