Hat du Möhrchen
Antikolonialer Protest: So geht es auch
Gefunden im Blog Anders Deutsch unter http://andersdeutsch.blogger.de/stories/1530494/
Antikolonialer Protest: So geht es auch
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via [Anders Deutsch]: Seminar “Migrant_innen und die Geschichte Deutschlands” vom 27. bis 29. November 2009 im Bildungszentrum Erkner: Bei der feierlichen Erinnerung an den 20. Jahrestag des Mauerfalls und die so genannte “Friedliche Revolution” wird oftmals ausgeblendet, dass für bestimmte Bevölkerungsgruppen diese Zeit keineswegs “friedlich” verlief.
Menschen, die von der Dominanzgesellschaft in beiden Teilen Deutschlands als nicht-deutsch definiert wurden und werden, erfuhren noch offensivere Ausgrenzungen… Mehr hier: http://andersdeutsch.blogger.de/stories/1519354/
Bei der Usambarastraße mag man unweigerlich an das Usambaraveilchen denken, eine hierzulande bekannte Topfpflanze, die vornehmlich bei älteren Damen die Fensterbänke ziert. Ganz abwegig ist die Verbindung von Straßenname zu Pflanze nicht. Denn Usambara bezeichnet eine Bergregion im Nordosten Tansanias, die nicht nur dem Veilchen, sondern auch der Straße im Kölner Stadtteil Nippes seinen Namen verlieh. – Ein Beitrag von Andrea Biesler von kopfwelten e.V. zu den Spuren deutscher Kolonialgeschichte in Köln. Read more…
Übersicht der in diesem Blog geposteten Stellungnahmen aus Deutschlands Black Community zur kontroversen Ausstellung „Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“ des umstrittenen Kölner Journalisten Karl Rössel / Rheinisches Journalisten Büros. Read more…
(English version follows German version)
Die Inspired Comm-Unity begrüßt die Entscheidung der Geschäftsführerin der Werkstatt der Kulturen die Ausstellung “Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg” abzusagen. Wir beobachten mit wachsender Sorge die öffentliche Diskussion über die Absage der Ausstellung und dabei besonders die diffamierenden Aussagen über Philippa Ebéné und ihre vermeintliche Motivation. Fakt ist: Die Austellung porträtiert in problematischerweise die Beiträge Schwarzer Menschen in der Diaspora während des Zweiten Weltkrieges. Allein aufgrund des Titels, könnte der Eindruck gewonnen werden, alle Schwarzen Menschen gehören zu der sogenannten “Dritten Welt”.
Am Mittwoch, den 2.9.2009 findet in der Amadeu-Antonio-Stiftung eine Pressekonferenz zu vorgenanntem Thema statt.

Rea Brändle liest aus ihrem Buch über Nayo Bruce – Geschichten einer afrikanischen Familie in Europa. Die Veranstaltung wird umrahmt von Musik des togoischen Sängers Joe Kiki: Europa am Anfang des 20. Jahrhunderts: Ein Afrikaner aus Aného (Togo), Schausteller von Beruf und nicht mehr ganz jung, zieht mit seinen vier Ehefrauen und einer Showtruppe durch das Europa. Nayo Bruce gelingt es, sich von seinem deutschen Impresario zu befreien und das Unternehmen selbstständig zu führen.
Auf dieser über zwanzig Jahre dauernden Reise werden dreizehn Kinder geboren. Einige von ihnen sind mit der Truppe unterwegs, andere wachsen bei wohlhabenden Pflegeeltern oder in christlichen Heimen auf.
Nayo Bruce trat auch in Düsseldorf auf und zwei seiner Kinder wuchsen hier auf. Nationalsozialismus, Kommunismus und afrikanische Befreiungsbewegungen hinterlassen in ihren Lebensläufen Spuren.
Überall auf der Welt wurden jüdische Menschen jahrhundertelang verfolgt, und der Antisemitismus gipfelte in Europa in einem beispiellosen Holocaust. Morgen werde ich Buchenwald besuchen, das Teil eines Netzwerks von Lagern war, in denen Juden während des Dritten Reichs versklavt, gefoltert, erschossen und vergast wurden. Sechs Millionen Juden wurden getötet – mehr als die gesamte jüdische Bevölkerung, die heute in Israel lebt. Diese Tatsache zu leugnen ist bar jeder Grundlage, ist ignorant und ist abscheulich.
Barack Obama, 4.6.2009 in Kairo
Aus Anlass des anstehenden Besuchs des US Präsidenten in der Gedenkstätte des ehemaligen KZ Buchenwald schaltet der Blog mit Archivbeiträgen in eine
Buchreview von Rosa Fava zu Raffael Scheck, Hitlers afrikanische Opfer in hagalil.com.
„Ihr habt ja auch Bayern unter euch“, lautete die Antwort eines französischen Soldaten auf den Vorwurf eines bayerischen Soldaten, der sich über die „Buntheit“ des französischen Heeres ausgelassen hatte. Mit solchen Zeugnissen belegt Raffael Scheck den Kontrast in den Anschauungen zwischen der Bevölkerung Deutschlands und des kolonialen Frankreichs im Zweiten Weltkrieg…
Mindestens 3000 Soldaten im Dienste Frankreichs wurden nach der am 10. Mai gestarteten Offensive gegen Frankreich Ende des Monats und Anfang Juni 1940 von deutschen Soldaten und Offizieren nach ihrer Gefangennahme ermordet, weil sie Schwarze waren. Sie gehörten zu den Einheiten aus den afrikanischen und karibischen Kolonien Frankreichs, die teilweise freiwillig, teilweise unter Zwang rekrutiert worden waren.
| Folgender Link zu einem interessanten Artikel von Frankfurter Rundschau wurde an Sie übermittelt: |
| Titel des Artikels: |
| Mderische Ouverture. Hitlers Verbrechen an Afrikanischen Kriegsgefangenen. |
| Nutzen Sie den folgenden Link, um den Artikel zu lesen!
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/kultur_und_medien/feuilleton/?em_cnt=1807771&em_loc=89 |
| Achtung: Für die Existenz des Links übernehmen wir keine Gewähr! |
Via News.de “Rechtsextremismus? Das gibt es bei uns in der DDR nicht.” Diese Aussage schob die SED-Diktatur vor sich her. Die Realität sah anders aus. Almuth Berger, erste und einzige DDR-Ausländerbeauftragte, erinnert sich im Gespräch mit news.de. Schweigen war der falsche Weg.
Termin: Aus dem Programm: “No men ever entered earth more honorably than those who died in Spain” – mit diesen Worten beendete Ernest Hemingway eine Hommage an die US-AmerikanerInnen, die im Spanischen Bürgerkrieg (1936-1939) im Kampf gegen Franco, Hitler und Mussolini ihr Leben ließen. Ca. 2800 junge Amerikaner und Amerikanerinnen machten Ende der 1930er Jahre die Reise über den Atlantik um in den Internationalen Brigaden der republikanischen Armee zu kämpfen, ungefähr die Hälfte kehrte nicht zurück. Die Männer und Frauen waren zum größten Teil Mitglieder der Kommunistischen Partei der USA und in den Jahren der “Great Depression” in Gewerkschaftskämpfen in den amerikanischen Metropolen politisch aktiv geworden. Die meisten hatten europäische und jüdische Wurzeln, doch unter den Freiwilligen waren auch über 80 AfroamerikanerInnen – in der Lincoln Brigade kommandierten schwarze Amerikaner Weiße, zehn Jahre bevor in der US-Armee die Segregation aufgehoben wurde.
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| GEDENKEN (von Angela Kamara)
Hier und heute ist auch ein Augenblick, an dem es Zeit ist, dass man sich Zeit nimmt und zurückblickt – ein grausames Kapitel der eigenen Geschichte aufschlägt. Solingen 29. Mai 1993, Untere Wernerstraße, Hausnummer 81. Es ist Nacht. Und es brennt. Sirenen. Schreie. Tränen. Fünf Menschen lassen ihr Leben. Gürsün İnce – 27 Jahre, Hatice Genç – 18 Jahre, Gülüstan Öztürk – 12 Jahre, Hülya Genç – 9 Jahre, Saime Genç – 4 – !4 Jahre! Sie sterben, springen zum Teil aus dem Fenster in ihr Verderben. Und warum? Warum? Weil vier junge Männer aus der Nachbarschaft durchdrehen, die Brandanschläge von Hoyerswerda, Rostock und Mölln zum Vorbild nehmen, das vermeintlich Fremde sehen, losgehen, Feuer legen, Hass sähen und anschließend um Vergebung flehen, Schuld nicht eingestehen, denn: „der Türke“ hat seine „Schuldigkeit“ getan… |
Solingen
29. Mai 1993 Angela Kamara lebt in Düsseldorf, macht Theaterarbeit und ist Projekt – koordinatorin der anti-rassistischen Künstler organisation Brothers Keepers
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Termin: Die Asta der Uni-Hannover in Kooperation mit dem afrikanischen Verein Arma e.V. und dem Afrikanischem Landesverbands Nord e.V. (ADL NORD) lädt zu einer Veranstaltung zum aktuellen Thema “Schwarze Häftlinge und Kriegsgefangene in deutschen Konzentrationslagern” am 12.06.2009 ins Cafe Kargha nach Hannover ein. Aliou Sangare liest aus dem Buch von Serge Bile “Das schwarze Blut meiner Brüder. Vergessene Opfer des Nationalsozialismus” und trägt Gedichte / Spoken Words zur Erinnerung an die afrikanischen Kriegsgefangenen aus dem Senegal, den “Tirailleurs“, vor. Die Veranstaltung findet im Rahmen des Festival contre le racisme (8. – 13. Juni) statt.
Hilarius Gilges (* 28. April 1909; † 20. Juni 1933 in Düsseldorf) war ein afrodeutscher Stepptänzer, Schauspieler und Kommunist. Er wurde im Alter von 24 Jahren von Nationalsozialisten ermordet.
Wie jetzt erst durch eine Bericht der Süddeutsche Zeitung am 5.6. bekannt wird, wurde einem schwarzen Überlebenden des Holocausts die Teilnahme an der Veranstaltung zum Obama-Besuch im KZ Buchenwald verweigert. Gert Schramm überlebte als 16 Jähriger im KZ Buchenwald nur mit viel Glück . Sein Vater, ein damals in Deutschland lebender Afro-Amerikaner aus den USA, wurde in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert und dort ermordert.
SZ: “Weil er mit der Leitung der Gedenkstätte (Link: http://www.buchenwald.de ) über Kreuz liegt, habe er auch keine Einladung zum Obama-Besuch in Buchenwald erhalten, sagt Schramm der Süddeutschen. Und weiter “die Verärgerung ist ihm anzumerken. Inzwischen hat eine große Boulevard-Zeitung von der Causa Wind bekommen….” *.
SZ: Buchenwald, 13. April 1945: Als Gert Schramm die ersten Amerikaner sieht, traut er seinen Augen nicht. Zwei Tage, nachdem Häftlinge die Kontrolle über das Konzentrationslager übernommen hatten, rückt eine Kompanie des 317th Infantry Regiment ein, auch Soldaten mit dunkler Hautfarbe. “Ick habe Bauklötze jestaunt”, sagt Schramm – und die Amerikaner haben “zurückjestaunt”: Vor ihnen steht ein 16-jähriger Junge mit dunkler Hautfarbe. Gert Schramm, der einzige afrodeutsche Häftling in Buchenwald.
Franziska von Kempis und Oliver Das Gupta haben für die Süddeutsche Zeitung mit Gert Schramm geprochen. Weiter zum Artikel
Kantara’s World: For our English and Dutch readers: here is a pointer to an article by John Kantara titled “A Black German Survivor of the Holocaust & Barack Obama”.
Die deutsche Version des Artikels ist ebenfalls abrufbar unter Ein Afro-Deutscher im KZ-Buchenwald & Barack Obama.
via salzburg.com: Ängstlich schaut der Mann in die Kamera. Er steht vor der weiß lackierten Eingangstür einer Holzbaracke, trägt eine schwarze Hose und ein Sakko, das an eine Dienerjacke erinnert und ihm sichtlich zu eng ist. „Erkennungsdienst. Eintritt streng verboten“ steht auf einem kleinen Schild neben der Tür. „Das auf dem Foto ist Carlos Grey Key“, sagt Stephan Matyus, Leiter des Fotoarchivs der KZ-Gedenkstätte Mauthausen, das sich im siebten Stock des Innenministeriums in der Wiener Innenstadt befindet.
Key war einer der wenigen schwarzen Häftlinge in den Konzentrationslagern der Nationalsozialisten. Deren Schicksal wurde bisher kaum wissenschaftlich untersucht.Wie viele Menschen schwarzer Hautfarbe während der Zeit des Naziregimes und des Zweiten Weltkrieges in Arbeits- und Konzentrationslager deportiert wurden, ist bis heute umstritten. „In der Fachliteratur geistert eine Zahl von rund 2.000 herum. Weiterlesen in salzburg.com
Strassenumbenennungen hat Berlin im Laufe seiner zahlreichen politischen Neustarts schon einige hinter sich. Das jetzt ist aber eine 360 Grad Drehung (eine Grüne Politikerin nennt es richtiger “ein Perspektivwechsel”):
Aus dem Berliner Gröbenufer, benannt nach dem deutschen Kolonialverbrecher und Sklavenhändler Otto Friedrich von der Gröben (1656-1728), wird Ende des Jahres das May-Ayim-Ufer. May Ayim (1960-1996) war eine deutsch-ghanaische Lyrikerin. (siehe Hoffnung im Herz ein Film über May Ayim)
Mehr Infos hier: der brauner Mob, Whylees Harvester(deutsch und english) und afroeuro blog (in english). fotocollage (c) der braune mob.

Gigi F. berichtet in ihrem Blog gigismojo über die Ausstellung „stagings made in NAMIBIA. postkoloniale fotografie/post-colonial photography.“ im Kunsthaus Bethanien, Berlin: Ein Auszug: Leben wir Deutschen wirklich derart auf dem Mond, dass wir es nötig haben, Afrikaner beim Biertrinken zu beobachten, um davon überzeugt zu werden, dass Afrika nicht aus traurig dreinschauenden Menschen besteht, die mit ihren Mündern das Wort ‘Hunger’ formen?Leute die so was machen, lassen auch Schimpansen mit Fingerfarbe Kunstwerke malen, um deren Intelligenz zu beweisen. Das Projekt (übrigens vom Hauptstadtkulturfond gefördert*) erzählt herzlich wenig über Namibia und seine Menschen, dafür aber einiges mehr über seine Macher und Geldgeber und deren immer noch existierenden und sich fortschreibenden kolonialen Herrschermodi.[...]
via SPON: Der Spiegel bringt in der Rubrik Zeitgeschichte ein Interview mit Charles Payne, 84, der während des US Wahlkampfs als Großonkel des Präsidenten Barack Obama Schlagzeilen machte. Charles Payne berichtet im Spiegel u.a. über die Befreiung des ehemaligen Konzentrationslagers Buchenwald, die er als Gefreite der US-Armee miterlebte, seine Einstellung zu Deutschen und sein Verhältnis zu seinem Grossneffen Barack Obama. Zum Interview
In diesem Zusammenhang interessant, ist das Video Interview, das der Journalist John Kantara mit dem afro deutschen KZ Buchenwald überlebenden Gert Schramm führte. Zum Video
Ausstellung »Opfer rechter Gewalt« & Brothers Keepers
Das Solinger Bündnis für Toleranz und Zivilcourage zeigt ab vom 4.6.-2.7.09 im Theater- und Konzerthaus die Ausstellung »Opfer rechter Gewalt« unter der Schirmherrschaft von Solingens Oberbürgermeister Franz Haug. Die Vertreter der Kölner Initiative Brothers Keepers werden Musik (Mariama) und Redebeiträge (Angela Kamara) beisteuern.
Von 1990 bis 2005 wurden in Deutschland lt. offizieller Statistik 136 Menschen aus rassistischen Motiven ermordet. Solingen (zwischen Köln und Düsseldorf) ist einer dieser Ort, der in dieser Statistik auftaucht. Gerne möchte dort niemand daran erinnert werden, das am 29. Mai 1993 bei einem Brandanschlag auf das Zweifamilienhaus der türkischen Familie Genç in der Unteren Wernerstraße Nr. 81, fünf Menschen starben (zwei Frauen, drei Mädchen). Die Opfer: Hülya Genç (9), Gülüstan Öztürk (12) und Hatice Genç (18) kamen in den Flammen ums Leben. Gürsün İnce (27) und Saime Genç (4) erlagen ihren Verletzungen nach einem Sprung aus dem Fenster. Ein sechs Monate alter Säugling, ein dreijähriges Kind und der 15 Jahre alte Bekir Genç wurden mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Bekir Genç erlitt schwerste Verbrennungen und unterzog sich seit dem Anschlag 30 Operationen und Hauttransplantationen, 14 weitere Familienmitglieder erlitten zum Teil lebensgefährliche Verletzungen. Die Überlebenden leiden bis heute unter den Folgen der Gräueltaten; psychologische und medizinische Betreuung ist nach wie vor nötig. Die 4 Täter, deutsche Jugendliche und Männer, ebenfalls aus Solingen, wurden verurteilt, sind heute alle wieder auf freien Fuss.*
Am Freitag, den 22.5. / 17.00-18.00 Uhr wird in Bremen ein Mahnmal für die Opfer des Völkermords durch deutsche Kolonialisten an den Herero und Nama in Namibia eingeweiht. Organisatoren sind u.a. Thomas Gatter, Leiter Bremer Afrika-Archiv, Dr. Reinhard Loske, Umweltsenator Bremen und Ralph Saxe, Vorsitzender Verein Der Elefant Bremen
Adresse: Hermann-Böse-Str. (210 / R87 / Stadtplan), Bremen.
Freitag 22.5.2009, ZDF Aspekte 22.30 Uhr: Der Historiker Raffael Scheck über die afrikanischen Opfer der Wehrmacht: Eine durch “Wilde” degenerierte Armee, die nicht würdig sei, gegen die Deutschen zu kämpfen – so hetzte die NS-Propaganda während des Zweiten Weltkrieges gegen die Franzosen, in deren Reihen afrikanische Soldaten kämpften. Es blieb nicht bei bloßen Worten. Wehrmacht und SS brachten systematisch schwarze Soldaten um. Sie machten keine schwarzen Gefangenen – sie erschossen sie in Massakern.
Lesereinsendung: jdramiga / claudia
Hans-Jürgen Massaquoi (1926 in Hamburg), lebt heute in der USA. Seine Biography “Destined to witness: Growing up black in Nazi Germany” wurde weltweit beachtet, und war in Deutschland, leider mit der recht unglücklichen Übersetzung, als “Neger, Neger, Schornsteinfeger” ein Bestseller. Bemerkenswert ist auch der Lebenslauf seiner, ihm bis zu ihrem Tod unbekannt gebliebenen Cousine, Fasia Jansen (siehe Artikel zu ihrer Person).
Teil 1/20 – Weitere Teil des Films auf Youtube, Benutzer: Mariposa1Kamikaze verfügbar
Pointer: In der BZ recherchiert Marvin Oppong den kolonialen Bezug der Formulierung “Ein Platz an der Sonne”: Seit Jahren wirbt die ARD-Fernsehlotterie mit ihrem Titel “Ein Platz an der Sonne” kurz vor der “Tagesschau” um 20 Uhr. … Doch das Bild vom “Platz an der Sonne”, das die ARD seit 1956 Read more…
Termin:Den Black History Month geht man in Hannover mit der UNESCO-Ausstellung, einer Fachtagung “Sklaverei und Sklavenhandel-Geschichte”, mehreren Filmvorführung und Workshops an, organisiert vom Freundeskreis Tambacounda e.V. . Read more…

Die ab März auch in deutsch vorliegende Untersuchung “Hitlers afrikanische Opfer” (in engl. Hitler’s African Victims- The German Army Massacres of Black French Soldiers in 1940) belegt erstmals detailliert, dass die Wehrmacht im Mai und Juni 1940 Massaker an ca. 1.500 schwarzen Soldaten und Kriegsgefangenen verübte, die in der französischen Armee gekämpft hatten, und zeigt auf, wie weit die Nazifizierung der Truppe bereits zu diesem Zeitpunkt fortgeschritten war.

(C) Black History Month Hamburg 2009. Das BHM Programm, alle Termine, Fotos u. Kontaktadressen unter http://www.bhmhamburg.de/
Seit dem ersten Hamburger BLACK HISTORY MONTH (BHM) vor 12 Jahren, der anfangs in kleinerem Rahmen von der US-amerikanischen Sängerin Cynthia Utterbach initiiert wurde, ist die Popularität und das Programm stetig gewachsen.
Mit einem reichhaltigen Programm aus künstlerischen Darbietungen diverser musikalischer Stilrichtungen, Tanzvorführungen, Vorträgen, Diskussionen, Ausstellungen, Filmbeiträgen, Poetry, Lesungen, Workshops, Talkshows, kulinarische Spezialitäten, Kunsthandwerk und einem speziellen Jugendprogramm erreichte der BHM in Hamburg ein stetig wachsendes Publikum.
24.12.2008 (jh) Gerson Liebl – er ist Spätaussiedler, lebt seit 18 Jahren in Deutschland. Der inzwischen 46-jährige Enkel eines Bayern möchte endlich seinen Deutschen Pass haben. Bekommt ihn jedoch nicht. Nach einigen Tagen im Abschiebegefängnis Berlin-Grünau wurde er vergangene Woche nach Regensburg verlegt. Mit ihm bangen seine Frau Ginette und der achtjährige Junge Gergi.
Alle drei sind dunkelhäutig – dunkelhäutige Spätaussiedler. Nicht aus Russland! Da hätten sie die Probleme nicht. Vielleicht wäre für die Liebls alles viel einfacher gewesen, wenn Gerson an der Wolga oder in Siebenbürgen aufgewachsen wäre. Nein, sie kommen aus Togo in Westafrika.
In Shama / Ghana, am Grab des afro-deutschen Philosophen und Hochschullehrers Anton Wilhelm Amo (1703-1784(?)), haben die Moderatorin und Filmemacherin Mo Asumang (“Roots Germania”) und der Journalist John Amoateng Kantara ein kurzes Video gedreht. Anlass ihrer gemeinsamen Arbeitsreise nach Ghana war die Film- und Vortragsreihe “Afro-German: How do I see myself” in Accra. (via Blog: http://www.kantara.de).
Köln galt als Kolonialmetropole des Westens. In der Stadt – die einst selbst “Colonia” des römischen Reiches war – wurden vor mehr als 100 Jahren Menschen aus entfernten Ländern in Völkerschauen gezeigt, kam es 1888 zur Gründung des Afrika-Vereines deutscher Katholiken und fristeten afrikanische Kriegsgefangene des 1. Weltkriegs ihr Dasein. Schulkinder entschuldigten das Fehlen ihrer Hausaufgaben mit dem Satz „Wir haben in der Promenade Singhalesen gespielt“. Straßennamen wie Togo-Straße und Namibia-Straße zeugen noch heute von dem kolonialen Gedanken. WDR5 / Scala zeichnet ein Bild dieser Zeit voller Vorurteile und fragt nach den Auswirkungen auf unsere heutigen Vorstellungen vom Anderen, u.a. bei Theodor Wonja Michael, geb. 1925 als eines Kameruner Kolonialmigranten und dessen deutscher Ehefrau. Anlass ist die Ausstellung „Köln postkolonial“ im Kölner Stadtmuseum.
Wenn es interessiert, der Beitrag findet sich unter: Podcast: Köln als Kolonialmetropole bzw. als Manuskript Dokumentation (PDF) (Autor/in: Berit Hempel Redaktion: Verena Lutz, WDR 5 Scale, 24.11.2008)
Köln (ddp-nrw). Den Auswirkungen der Kolonialzeit in Köln geht eine Ausstellung im Kölnischen Stadtmuseum vom 22. November bis 21. Februar 2009 nach. Es handelt sich um ein Projekt des Kölner Vereins «KopfWelten – gegen Rassismus und Intoleranz e.V.» und Studenten der Afrikanistik der Kölner Universität in Kooperation mit dem Stadtmuseum. In der Schau informieren zahlreiche bebilderte Tafeln, Objekte aus der Kölner Kolonialgeschichte sowie Film- und Tonaufnahmen über ein weitgehend unbekanntes Stück Stadtgeschichte.
Die Initiatoren ergründen unter anderem, wie das Kölner Afrika-Viertel und der Taku-Platz zu ihrem Namen kamen und präsentieren Recherchen, wonach zahlreiche Kölner Familien und Unternehmen an kolonialen Ausbeutungsprojekt des Deutschen Reichs beteiligt waren.
Ob und in welchem Umfang die Ausstellung schwarzer und afrikanischer Geschichte einen Raum gibt (z.B. afrikanischen Kolonialimmigranten in Köln, afrikanische Kriegsgefangene, dem Sterilisationsbefehl gegen Schwarze Deutsche, etc.), bleibt noch durch einen Besuch der Ausstellung zu klären (Update folgt).

Terfa Dibaba --- ORA Oromo Relief Association in der Bundesrepublik Deutschland e.V. Ströhenweg 14 27753 Delmenhorst Tel: 04221-55059 (Hilfsorganisation des Oromo-Volkes)
Terfa Dibaba hat am 30. Oktober, im Rahmen der Werler Gespräche, über das Volk der Oromo berichten, dem auch eine Ausstellung (noch bis zum 15. November 2008) im Werler Museums Forum der Völker gewidmet ist. Terfa Dibaba von Beruf Pädagoge, studierte in Göttingen und Osnabrück. Februar 1979 musste er mit seiner Familie aus Oromia fliehen. Seither lebt er in Deutschland. 1985 gründete Terfa Dibaba mit deutschen Freunden die Hilfsorganisation der Oromo Relief Association (H-ORA).
(Anm.: Terfa Dibaba ist übrigens der Vater des NDR Moderators und Schauspielers Yared Terfa Dibaba … und von Benjamin Dibaba)
Zur Ausstellung: Die Ausstellung berichtet auf 22 Bildtafeln von: der Geschichte der Oromo; Eroberung, Unterdrückung und Widerstand; der traditionellen Einteilung der Zeit; den Landschaften in Oromiyaa; Subsistenzwirtschaft, Handel und Handwerk; der ökonomischen Situation Oromiyaas; dem traditionellen Glauben an Waaqayyo; der Arbeit der Oromo Relief Association; den Religionen in Oromiyaa; dem Lebensweg dreier Frauen. Weitere Informationen: www.Forum-der-Voelker.de
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Wolfgang Abel, ”Bastarde am Rhein”, in: Neues Volk. Blätter des Rassenpolitischen Amtes der NSDAP, Leipzig, 2 (1934)
BpB Dossier: Aus einem Beitrag zu Schwarze Menschen im Nationalsozialismus von Nicola Lauré al-Samarai: Während die Behandlung der Kolonialmigranten sich aufgrund der widersprüchlichen behördlichen Interessenlage uneinheitlich gestaltete, erlitten die auf 600 bis 800 geschätzten afro- und asiatisch-deutschen Kinder der Rheinlandbesetzung ein gänzlich anderes Schicksal.
Mit einer systematischen historischen Aufarbeitung afrikanischer Migration in Österreich vom 17. bis zum 20. Jahrhundert wagt Walter Sauer, Wiener Sozialhistoriker, einen nach eigener Darstellung ambitionierten und kaum zuvor verwendeten Ansatz, der in einer Linie mit der jüngst etablierten Geschichtsschreibung afrikanischer Diaspora steht. Fachlich angesiedelt zwischen der Geschichte Afrikas und der Globalgeschichte gibt das Buch einen Einblick in die lange und bedeutungsvolle Tradition afrikanischer Migranten in Österreich und deren Verwurzelung innerhalb der österreichischen Gesellschaft. Es enttarnt historisch gewachsene abwertende Klischees gegen AfrikanerInnen und entkräftet unreflektiert übernommene stereotype Betrachtungsweisen. Erklärtes Ziel des Werkes ist es, durch die Analyse von Ursachen und Verläufen afrikanischer Migration nach Österreich und durch die Darstellung von Integrations- und Diskriminierungsmechanismen, ein besseres afrikabezogenes Verständnis im Österreich der Gegenwart zu erzeugen.
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