Call for Papers: Literaturen der Migration in Deutschland: Das Beispiel Afrika
Die Magazin Mont Cameroun – Afrikanische Zeitschrift für interkulturelle Studien zum deutschsprachigen Raum sucht Beiträge zum Thema “Literaturen der Migration in Deutschland: Das Beispiel Afrika”.
Was jetzt folgt, ist nicht etwas ein Abschnitt aus Karl Marx’s Kapital, sondern der Call for Papers, der Redaktion der kamerunische / deutschen / französischen Zeitschrift Mont Cameroun, die sich die Einsendung von Beiträgen wünscht, um ein Sammelband zum Thema afrikanische Migrationsliteratur in Deutschland zu erstellen.
Leider habe ich nur den Volkschulabschluss …. Auf jedenfall aber ist in dieser unseren Deutschen Nation, wenn man das Phänomen mal marginal betrachtet, ein Subfeld einer interkulturellen bzw. multikulturellen Literatur im Aufbau, weil sich nämlich die Globalisierung auf die imperialen europäischen Länder und Kulturen zurückwirkt. Produktions-, Diffusions-, und Legitimationsinstanzen dieser Literatur zeigen aber Diskontinuitäten in der Wahrnehmung des Phänomens Migration auf einer literatursoziologischen Ebene an.
Klar? Ääh. Besser unten weiterlesen:
Call For Papers zum Band 6: Literaturen der Migration in Deutschland: Das Beispiel Afrika
Mont Cameroun – Afrikanische Zeitschrift für interkulturelle Studien zum deutschsprachigen Raum
Die Globalisierung, die seit Mitte des 19. Jahrhunderts die massiven Auswanderungswellen von Völkern aus Europa nach dem amerikanischen Kontinent bis hin zur Gründung von Staaten und Kolonien geführt hat, wirkt seit etwa 150 Jahren auf imperialen europäischen Länder und Kulturen zurück. Einer der Katalysatoren dieser Mobilität von Menschen und Gütern aus den früheren Peripherien in heutigen europäischen Metropolen ist die Verbesserung von Informations- und Kommunikationstechnologien, die weitere Teile der Welt immer schneller vernetzen. Wenn Deutschland seit 50 Jahren dieses Phänomen als marginal betrachtet hatte, muss man heute feststellen, dass sich das Rad der Geschichte gedreht hat. Die über sieben Millionen Ausländer verschiedener Nationen (d. h. 8,8 % der Gesamtbevölkerung), die in Deutschland heute leben, belegen, dass dieses Land immer mehr als zweite Heimat für viele dieser wandernden Menschen darstellt.
Ein Blick auf die von Migranten verschiedener Herkunftsnationen produzierten literarischen Texte zeigt, dass in diesem Land im literarischen Feld der Nation ein Subfeld einer interkulturellen bzw. multikulturellen Literatur im Aufbau ist. Dies wird auch in der Wissenschaft und in der Verlagslandschaft wahrgenommen und dementsprechend gewürdigt. Eine Bestandaufnahme der Produktions-, Diffusions-, und Legitimationsinstanzen dieser Literatur, zeigt aber Diskontinuitäten in der Wahrnehmung des Phänomens Migration auf einer literatursoziologischen Ebene. Literarische Minderheit scheint nicht einer anderen zu gleichen. Deshalb widmet sich dieser sechste Band der Zeitschrift der afrikanischen Migrationsliteratur, die abgesehen von einigen vereinzelten Initiativen, noch stiefmütterlich behandelt wird. Die Redaktion von Mont Cameroun wünscht sich Beiträge, die:
- eine Bestandaufnahme dieser „anderen“ deutschen Literatur machen
- auf die Produktion, Diffusion und Legitimation dieser Literatur eingehen,
- sich mit der thematischen und ästhetischen Konstellation der Texte beschäftigen,
- die Möglichkeiten und Chancen dieser Literatur zur Schaffung neuer Identitätsmuster in Deutschland und Förderung der sozialen Integration aufweisen,
- Das Potential der Texte im Kampf gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Förderung eines Respekts- und Akzeptanzbewussteins zwischen Mehrheits- und Minderheitsgesellschaft ins rechte Licht rückt.
- Darüber hinaus werden auch Beiträge angenommen, die vergleichend Modelle in anderen multikulturellen Gesellschaften wie Frankreich, England, den Niederlanden usw. berücksichtigen
Senden Sie bitte Ihren Beitrag mit Abstract und Kurzbiographie in deutscher Sprache, englischer Sprache oder französischer Sprache bis zum 30. Mai 2009 an eine der beiden folgenden E-Mail-Adressen. Manuskripte können bis September 2009 eingereicht werden.
call-for-papers
- Prof. Dr. Albert Gouaffo: albert_gouaffo@yahoo.fr
- salifout@hotmail.com
Prof. Dr. Albert Gouaffo
Maître de Conférences
Université de Dschang/Cameroun
Faculté des Lettres et Sciences Humaines
Département de Langues Étrangères Appliquées
Unité d’Allemand
B.P. 49 – Dschang
Cameroun
Hinweise für Autorinnen und Autoren
- Zum Druck werden nur Originalbeiträge angenommen.
- Aufsätze und Diskussionsbeiträge sollen einen Umfang von 20 Druckseiten,
- Berichte und Rezensionen einen Umfang von 5 Druckseiten nicht überschreiten.
- Die Manuskripte werden mit 30 Zeilen pro Seite, ca. 60 Zeichen pro Zeile, eineinhalbzeiligem Abstand (1,5) und Schriftgröße 12, Times New Roman, entweder als Word-Dokument (Diskette) oder in einem E-Mail-Anhang an eine der unten angegebenen E-Post-Adressen erbeten.
- Längere Zitate sind jeweils 1 cm einzurücken.
- Eine max. zehn Zeilen Zusammenfassung des Beitrages in der Sprache, in der er verfasst wurde, wird ebenfalls erbeten.
- Am Schluss des Beitrages steht die volle Anschrift der Autorin bzw. des Autors mit akademischen Titeln.
- Literaturverweise werden im Text in Klammern gesetzt, z. B.: “… wie Götze (2001: 59ff.) formulierte …”, nicht in Fußnoten. Hervorzuhebende Stellen sind fett zu setzen.
- Das Literaturverzeichnis wird am Ende des Beitrages in alphabetischer Folge der Verfassernamen separat gegeben, z. B.: Helbig, Gerhard (2002). Linguistische Theorien der Moderne. Berlin. (Germanistische Lehrbuchsammlung, Bd. 19). Mummert, Ingrid/Pommerin, Gabriele (2001). Ansätze einer kreativitätsorientierten Textanalyse und Textüberarbeitung. In: Deutsch als Fremdsprache 3, 143-152. Redder, Angelika (2003). Transnationale Germanistik. In: G. Stickel (Hg.). Deutsch von außen. Berlin/New York, 274-291.
- Die AutorInnen und Autoren erhalten ein Belegexemplar